Die Neugestaltung des ehemaligen Kaufhauses Joh in Gelnhausen wird wohl mindestens noch vier Jahr dauern. Das geht aus der Antwort der Kreisverwaltung auf eine Anfrage der FDP-Fraktion im Kreistag vor. Wie bereits berichtet, wollen die Kreissparkasse Gelnhausen als Eigentümer und der Main-Kinzig-Kreis als Ankermieter das Areal entwickeln.
Zukünftig sollen dort Verwaltungsbereiche sowie Räumlichkeiten für die Beruflichen Schulen neben Flächen für Handel, Gewerbe und Gastronomie entstehen. Das Kaufhaus Joh hatte nach über 250 Jahren im September 2013 für immer geschlossen, die Etablierung eines City-Outlets an gleicher Stelle in der Barbarossastadt war gescheitert.
Laut Kreisverwaltung wird aktuell von folgendem Zeitplan ausgegangen: Die Projektentwicklung von Planung bis Bauantrag soll bis Mitte des kommenden Jahres abgeschlossen sein, der Abbruch soll dann im dritten Quartal 2020 beginnen. Mit dem Beginn des Neubaus wird im 1. Quartal 2021 gerechnet. Die Fertigstellung wird dann nach über zweijähriger Bauzeit im 2. oder 3. Quartal erwartet.
Mit dem Projekt soll eine Immobiliengesellschaft aus der Sparkassenorganisation beauftragt werden. Der Kreis beabsichtigt die Anmietung einer Fläche von circa 11.000 Quadratmetern für Büros inklusive Nebenflächen. Geprüft wird außerdem die Anmietung von weiteren circa 1.000 Quadratmetern für ein gemeinsames Medienzentrum von Stadt und Beruflichen Schulen. Weitere 3.000 bis 4.000 Quadratmeter sollen für Einzelhandel und Gastronomie zur Verfügung stehen, die Schaffung von Wohnraum wird ebenfalls geprüft.
Keine Angaben hat die Kreisverwaltung in der Antwort auf die FDP-Anfrage gemacht, wie hoch die zukünftige Miete in dem neuen Gebäudekomplex sein wird. Es wird allerdings auf die aktuelle Kaltmiete für die Liegenschaften im Stadtgebiet Gelnhausen hingewiesen, die demnach zwischen 4,79 Euro und 9 Euro liegen. Welche Verwaltungseinheit in das Areal wechseln sollen, wird ebenfalls erst während der Projektplanung festgelegt.