Gelnhausen: Corona-Masken statt mittelalterlicher Kostüme

Gelnhausen
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In der Corona-Krise ist medizinische Schutzausrüstung auch in Gelnhausen knapp. Während am Wochenende auf Initiative des Verwaltungsstabes des Main-Kinzig-Kreises zumindest die in der Region niedergelassenen Ärzte mit Nachschub beliefert werden konnten, müssen gerade freiwillige Helfer, Senioren und Risikogruppen auf Kreativität setzen. Als Mund-Nasen-Schutz setzen sich mittlerweile selbstgenähte Mundschutzmasken durch.

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Auch Kerstin Schmidt vom Kostümfundus der Stadt hat die Nähmaschine angeworfen und die Produktion aufgenommen. Die ersten Exemplare stellte sie jetzt Bürgermeister Daniel Christian Glöckner (FDP) vor. Die Masken bestehen aus Baumwollstoff und wie bei den medizinischen Vorbildern lassen sie sich mit eingearbeiteten Stabilisierungen der Gesichtsform anpassen, um so Mund und Nase möglichst lückenlos zu umschließen. Die Masken sind bei 60 Grad waschbar. „Eigentlich würde Kerstin Schmidt jetzt Kostüme für die Stadtrechtsfeier nähen, aber dieses Ereignis ist auf 2021 verschoben. Wir finden es toll, dass sie sofort mit der Idee an uns herangetreten ist, Atemschutzmasken nähen zu wollen. Nach und nach können wir damit unsere älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger in der Seniorenarbeit, vom Essenslieferservice der Gemeinschaft der älteren Generation Meerholz und weitere Risikogruppen ausstatten“, freute sich Bürgermeister Daniel Christian Glöckner über die Initiative seiner Mitarbeiterin. Kerstin Schmidt hofft, etwa 100 Masken pro Woche fertigen zu können. „Leider habe ich noch keine Erfahrungswerte, aber ich denke, ich werde eine gewisse Routine entwickeln und dann immer schneller produzieren können“, so Kerstin Schmidt.

„Wir wissen natürlich, dass unsere Mundschutzmasken nicht in der Lage sind, Viren zuverlässig auszusperren. Aber auch sie können helfen, die Verbreitung von infektiösen Speicheltröpfchen einzudämmen. Zudem fassen sich Menschen, die Masken tragen, weniger ins Gesicht und transportieren so auch weniger Keime von der Hand in den Mund. Vom Abstandhalten und allen anderen konsequenten Hygiene- und Vorsichtsmaßnahmen entbinden unsere Masken aber nicht“, gibt Glöckner zu bedenken.

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