Kaufhaus Joh: Neuer Investor kommt nach Gelnhausen

Gelnhausen

Nachdem vor knapp zwei Wochen ein neuer Investor sein Interesse am Joh-Areal in Gelnhausen angemeldet hatte (wir berichteten), hat nun Bürgermeister Daniel Christian Glöckner (FDP) die Initiative ergriffen. In seinen Ostergrüßen an die politischen Mandatsträger kündigt er ein Gespräch mit Vertretern der Implenia AG aus der Schweiz an.

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Das Bauunternehmen hat laut eigenen Angaben bereits viele millionenschwere Projekte in Deutschland umgesetzt und unter anderem auch Shopping-Centren in Innenstädten realisiert. Eine Sprecherin des Unternehmens hatte bestätigt, dass es bereits Vorgespräche gegeben hatte, diese allerdings ohne Ergebnis beendet worden seien. Wie die Redaktion erfuhr, hatte sich das Unternehmen zunächst auf digitalem Wege an die Kreisverwaltung gewandt.

Nachdem das Interesse aus der Schweiz am Joh-Areal inzwischen öffentlich wurde, habe er sich umgehend mit Vertretern des Unternehmens in Verbindung gesetzt, informierte nun Glöckner in seinen Ostergrüßen die Mandatsträger über den aktuellen Stand. „Wir vereinbarten, dass die Implenia AG erst einmal nach Gelnhausen kommt und auf Grundlage einer gesicherten Daten- und Planlage prüft, um danach ein seriöses Angebot abzugeben. Diese Vorgehensweise bin ich nicht nur unserer Stadt und ihnen als Kolleginnen und Kollegen im Magistrat und in der Stadtverordnetenversammlung gegenüber, sondern auch den Bürgerinnen und Bürgern und der städtebaulichen Entwicklung Gelnhausens schuldig“, habe er dies umgehend auch dem Vorstandsvorsitzenden der Kreissparkasse Gelnhausen, Horst Wanik, mitgeteilt.

Das Geldinstitut war mit Vorplanungen für das Gelände beauftragt worden, nachdem die noch vom ehemaligen Gelnhäuser Bürgermeister und jetzigem Landrat Thorsten Stolz (SPD) angestoßene Umsetzung eines City-Outlets gescheitert war. Der damalige Investor hat inzwischen Insolvenz angemeldet. Von Stolz kam dann im vergangenen Jahr auch der Vorschlag, dass die Kreissparkasse das Areal erwerben und über eine sparkasseninterne Projektentwicklungsgesellschaft realisieren soll. Der Kreis würde dabei als Ankermieter auftreten und einen erheblichen Teil der Flächen anmieten, außerdem sind Räumlichkeiten für die Beruflichen Schulen sowie Platz für Handel, Gewerbe und Gastronomie vorgesehen. Der Abriss des Joh-Gebäudes sollte demnach noch in diesem Jahr beginnen, eine Fertigstellung des Projektes wurde für 2024 und somit elf Jahre nach der Schließung des Traditionskaufhauses im September 2013 angekündigt.

Die Pläne der Implenia AG hingegen dürften deutlich mehr in Richtung Handel gehen, das Unternehmen hat laut Referenzen auf seiner Homepage neben Einkaufsmärkten auch schon innerstädtische Shopping-Centren umgesetzt. Laut bisherigen Informationen dürften die Pläne für Gelnhausen auch in diese Richtung gehen. Bis zum Scheitern der Outlet-Pläne hatten sich die meisten Stadtverordneten genau so eine Belebung für die Innenstadt gewünscht. Das Gespräch mit den Vertretern der Implenia AG im Rathaus der Barbarossastadt soll bereits in dieser Woche stattfinden.


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