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Die Höherstufung vom Mittelzentrum Plus zu einem Mittelzentrum Plus mit Teilfunktion eines Oberzentrums. „Für die weitere Stadtentwicklung benötigt Gelnhausen den nächst höheren Status der landesplanerischen Entwicklung. Gelnhausen ist das Eingangstor zum Rhein-Main-Gebiet und durch die anstehende Auskreisung der Stadt Hanau aus dem Main-Kinzig-Kreis muss die Kreisstadt Gelnhausen zukünftig eine regionalpolitische Aufwertung erfahren, die es von anderen Mittelzentren im Main-Kinzig-Kreis unterscheidet“, begründet Gelnhausens Bürgermeister Daniel Christian Glöckner (FDP) die Stellungnahme im Rahmen des Beteiligungsverfahrens zur vierten Änderung des Landesentwicklungsplans. Gelnhausen übernehme jetzt schon zentrale Funktionen oberzentraler Bedeutung beispielsweise als Wirtschaftsstandort, im Bereich des Bildungswesens, der Kultur, als etablierter Standort von Behörden und Dienstleistern und in der medizinischen Versorgung.

Der Main-Kinzig-Kreis unterstützt den Antrag der Stadt Gelnhausen auf Einstufung als Mittelzentrum Plus mit Teilfunktion eines Oberzentrums im neuen Landesentwicklungsplan 2020. „Die Kreis- und Barbarossastadt Gelnhausen ist das über Jahrhunderte hinweg gewachsene wirtschaftliche, soziale und kulturelle Zentrum des Kinzigtals. Insbesondere seit Zentralisierung der Kreisverwaltung in 2005 hat Gelnhausen eine weitere Aufwertung erfahren. Millioneninvestitionen des Main-Kinzig-Kreises in die Main-Kinzig-Kliniken, die Schulen oder zuletzt die stationäre Hospizeinrichtung unterstreichen das eindrucksvoll. Die Ansiedlung und Erweiterung wichtiger Behörden und Institutionen in den zurückliegenden Jahren rundet das Bild ab. Alleine die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze ist in den zurückliegenden Jahren kontinuierlich gestiegen und macht die Bedeutung Gelnhausens für das gesamte mittlere Kinzigtal deutlich. Die Infrastruktur in Gelnhausen ist überdurchschnittlich und eine Einstufung als Mittelzentrum Plus mit Teilfunktion eines Oberzentrums nicht nur gerechtfertigt, sondern eigentlich überfällig“, so Landrat Thorsten Stolz (SPD).

Der Landrat hat zudem bei der IHK Hanau-Gelnhausen-Schlüchtern dafür geworben, dass die Stimme der heimischen Wirtschaft ebenfalls in ihren Stellungnahmen zum Landesentwicklungsplan den Antrag der Stadt Gelnhausen unterstützt. Hier habe der Hauptgeschäftsführer der IHK, Dr. Gunther Quidde, bereits Unterstützung signalisiert, so Stolz. Der so genannte Landesentwicklungsplan ist ein strategisches Planungsinstrument zur räumlichen Entwicklung. Er beschreibt die angestrebte Entwicklung Hessens in den wichtigsten landespolitischen Planungsbereichen. In dem Plan werden unter anderem die Anforderungen an die Siedlungsstruktur, die Wohn- und Gewerbeflächenentwicklung, die technische Infrastruktur, die Energiebereitstellung, die Anforderungen an den Schutz der natürlichen Ressourcen und des Klimas sowie nicht zuletzt eine Vorausschau zur Struktur und Entwicklung von Bevölkerung und Wirtschaft für das Land und die Regionen festgehalten. Ein wichtiges Instrument der Landes- und Regionalplanung ist die zentralörtliche Gliederung mit einem hierarchischen System. Zentrale Orte werden beispielsweise in Grund-, Unter-, Kleinzentren, Mittelzentren und Oberzentren eingeteilt. In dieser Hierarchie sind auch Zwischenstufen möglich.

Der gültige Landesentwicklungsplan stammt aus dem Jahr 2000 und wurde zuletzt im Jahr 2018 geändert. Mit dem aktuellen Planentwurf werden folgende raumordnerische Festlegungen neu gefasst: zur landesweiten Raumstruktur (Verdichtungsraum/Ländlicher Raum) und zur gesamträumlichen Entwicklung, zu den Zentralen Orten (Ober-, Mittel- und Grundzentren) und zur zentralörtlichen Daseinsvorsorge sowie zum großflächigen Einzelhandel. Die Stellungnahme der Stadt Gelnhausen im Rahmen des Beteiligungsverfahrens zum Landesentwicklungsplan Hessen 2020, die die höhere Einstufung begründet, wurde bereits beim Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen eingereicht.

Foto: Gelnhausen will sich weiterentwickeln und strebt eine Höherstufung an. Bürgermeister Daniel Christian Glöckner und Bauamtsleiter Peter Oberst haben mit dem Team vom Bauamt eine entsprechende Stellungnahme zum Landesentwicklungsplan 2020 erarbeitet und abgegeben.

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