Feuerwehrspitze und Bürgermeister weisen Kritik der Grünen zurück

Gelnhausen
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Die von den Gelnhäuser Grünen geäußerte Kritik an den Plänen für ein neues Gefahrenabwehrzentrum in Gelnhausen und damit verbundenen Umstellungen bei der Freiwilligen Feuerwehr Gelnhausen war am Montag Thema einer Sitzung mit der Spitze der Gelnhäuser Feuerwehr und Bürgermeister Daniel Christian Glöckner (FDP) im Rathaus.

Die Behauptung der Grünen, die Pläne gingen zulasten der Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger und der Bürgermeister habe der Wehrführung einen Maulkorb verpasst, wiesen der Rathauschef und die Stadtbrandinspektion von sich. 

Bereits Mitte Mai hatte der Haupt- und Finanzausschuss der Stadt Gelnhausen ein klares Votum für das neue vom Main-Kinzig-Kreis geplante Gefahrenabwehrzentrum mit zentraler Leitstelle abgegeben. Das Gremium beschloss damals unter anderem, dem Kreis am alten Standort an der St.-Florian-Straße unentgeltlich Flächen zur Verfügung zu stellen. Die Grünen üben im Vorfeld der Stadtverordnetenversammlung am kommenden Mittwoch, 5. August, öffentlich Kritik an den Plänen und leiten aus dem bisherigen Sachstand unter anderem eine Schwächung der Feuerwehr Gelnhausen-Mitte ab.

„Landrat Thorsten Stolz hat uns versichert, dass keine Entscheidung gegen die Stadt und die betroffenen Feuerwehren umgesetzt wird. Wir haben diesbezüglich bereits sehr konstruktive Gespräche geführt und selbstverständlich werden Stadtbrandinspektion und Feuerwehr in die Planungen miteinbezogen“, so Bürgermeister Daniel Christian Glöckner.

Der neue Wehrführer Heiko Ruffolo-Schweizer erklärte im Beisein von Stadtbrandinspektor Kai Heger und dessen Stellvertretern Oliver Spieker und Thorsten Scheiderer, das von der Feuerwehr im Januar 2020 vorgelegte „Konzept 2020 plus“ zwar dem Bürgermeister und Magistrat vorgelegt wurde, aber hätte vom damaligen Wehrführer zuvor in weiteren Gremien auch innerhalb der Feuerwehr kommuniziert werden müssen. Dies geschah nicht. Alle weiteren Gespräche, nach dem Führungswechsel, im Jahresverlauf seien aber auf Augenhöhe und mit größtmöglicher Transparenz geführt worden. „Der Bürgermeister hat mir und den anderen Führungskräften der Feuerwehr weder einen Maulkorb verpasst, noch gibt es sonstige Beschränkungen. Ich informiere meine Mannschaft regelmäßig über Sachstände, genauso wie wir in einem ständigen Austausch mit dem Bürgermeister und der Verwaltungsspitze stehen. Um in dieser wichtigen Angelegenheit zu einem zukunftsfähigen Konsens und einem Ergebnis im Sinne des bestmöglichen Schutzes der Bevölkerung zu kommen, verwahre mich dagegen, dass politische Meinungsverschiedenheiten auf dem Rücken meiner Mannschaft ausgetragen werden“, so Ruffolo-Schweitzer.

„Die von den Grünen in Umlauf gebrachten Behauptungen fügen nicht nur einem wichtigen Projekt, das eine Investition in die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger und die Optimierung von Verfahrensabläufen darstellt, Schaden zu, sondern verunsichern auch die Bevölkerung. Zumal die Planungen in vollem Gang und keinesfalls abgeschlossen sind“, gibt Glöckner zu bedenken. Stadtbrandinspektor Kai Heger: „Unser Bürgermeister als Dienstherr der Feuerwehr hat immer wieder die Interessen unserer Kameradinnen und -kameraden mündlich und schriftlich vertreten.“

Als Reaktion auf die Erfahrungen in der Corona-Krise wurde aktuell beim Kreis eine interne Arbeitsgruppe gebildet, die die Eingliederung des Bereiches Gefahrenabwehr und Leitstelle in die zentrale Verwaltung des Main-Kinzig-Kreises vorbereiten soll.

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