Impfzentrum in der Großsporthalle keine gute Idee

Gelnhausen
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Der Präsident des Landessportbundes Hessen, Dr. Rolf Müller, hält die Wahl der Großsporthalle in Gelnhausen als Impfzentrum für keine gute Idee.

"Diese Sporthalle wird von drei großen Schulen (Realschule, Grimmelshausen-Gymnasium und Berufliche Schulen) und damit von mehreren tausend Schülerinnen und Schülern genutzt. Die Nutzung als Impfzentrum wird dazu führen, dass für viele Monate keinerlei Sportunterricht in der Halle stattfinden kann", sagte Müller. Nicht umsonst verfolge das Hessische Kultusministerium die Absicht, gerade auch in der Pandemiezeit Sportunterricht durchzuführen. Es sei unbestritten, dass in der aktuellen Situation Sport und Bewegung für Kinder und Jugendliche eine wichtige soziale und gesundheitliche Funktion habe und dass der Schulunterricht daher vollständig angeboten werden müsse.

"Impfzentren sind unbestritten lebenswichtig und dringend erforderlich, aber ihre Einrichtung in Sporthallen, vor allem auch, wenn sie von Schulen genutzt werden, sollte grundsätzlich nur als letzte Möglichkeit genutzt werden und die Suche nach Alternativen sollte ein selbstverständliches Mittel darstellen", sagte der lsb-Präsident. Wenn, wie erhofft, die Ansteckkungszahlen zurückgingen und wieder ein normaler Regelbetrieb an den Schulen möglich sei, entstünden sehr große Engpässe im Sportunterricht an den drei betroffenen Schulen, die vermeidbara wären, wenn das Impfzentrum an einem anderen Ort entstehe, betonte Rolf Müller. In Gelnhausen hätten nach der Aussage Müllers zumindest eine bessere Alternative als die Sporthalle zur Verfügung gestanden, die dem Main-Kinzig-Kreis auch angeboten, aber nicht in Aussicht genommen worden sei.

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