Markus Kolb, Fraktionsgeschäftsführer und Angelika Hoffmann, stellvertretende Vorsitzende der SPD Gelnhausen: "Ein bezahlbares Zuhause für möglichst viele Menschen wird nur durch ein breites Maßnahmenpaket erreicht. Deshalb dringen wir darauf, bereits vorhandene Ressourcen zu erschließen und neue nutzbar zu machen." Daher sollten die bereits vorhandenen Standortuntersuchungen neu bewertet und um neue Standorte ergänzt werden, so die SPD Gelnhausen in ihrem Antrag zur nächsten Stadtverordnetenversammlung.

Die Attraktivität Gelnhausens als Wohnstadt ist in den letzten Jahren stetig gewachsen. Damit sind allerdings auch steigende Immobilienpreise und Mieten einhergegangen. "Daher ist es nun unser vorrangiges Ziel bezahlbaren Wohnraum für kleinere und mittlere Einkommen zu schaffen, um als Stadt weiterhin nicht nur familien-, sondern auch generationenfreundlich zu bleiben", erläutert Markus Kolb.

"Zunächst ist zu prüfen, ob bereits bewilligte Mittel aus dem Kreis-Förderprogramm 'Bezahlbarer Wohnraum' noch zu Verfügung stehen. Für das Quartier 'Am Steinbrunnen' und die Wohnanlage Schönahl waren bereits nicht unerhebliche Gelder beantragt worden und zum Teil auch bewilligt worden" so Markus Kolb und Angelika Hoffmann weiter. "Der wohnungsbauliche Stillstand in der Stadt muss endlich ein Ende haben. Das können wir uns als Zuzugsgebiet im Ballungsraum Rhein-Main-Gebiet nicht länger leisten."

Eine langfristige und nachhaltige Verbesserung des angespannten Wohnungsmarktes könne nach Auffassung der Gelnhäuser Sozialdemokraten nur durch ein breites Maßnahmenpaket gelingen. Im Vordergrund stünden nach Auffassung der Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten preiswerte und alternative Bauformen, wie z. B. modulares oder typisiertes Bauen in Holzskelettbauweise. Damit könnten nicht nur Kostensenkungen und niedrigere Mieten erreicht werden, sondern es könne auch schneller gebaut werden.

Eine günstige Möglichkeit für Menschen mit mittleren Einkommen, Wohneigentum zu erwerben, sei die genossenschaftliche Bauweise, die durch die Verknappung von Wohnraum wieder im Trend liege und staatlich gefördert werden könne. Der Magistrat der Stadt solle außerdem prüfen, inwieweit öffentliche Grundstücke vorrangig auf dem Wege des Erbbaurechts vergeben werden könnten. Hohe Grundstückskosten, zusätzlich belegt durch eine ganze Reihe von Nebenkosten seien häufig ein Hindernis für junge Familien, sich für den Bau eines Eigenheims zu entscheiden. Wohneigentum zu schaffen oder zu erwerben, ermögliche nicht nur für Familien langfristig günstigeres Wohnen als in einer Mietwohnung, es sichere auch die finanzielle Situation im Alter.

Darüber hinaus sei zu prüfen, ob durch Belegung brachliegender Baugrundstücke mit Baugeboten eine Mobilisierung von Bauland erreicht werden könne. Nicht zuletzt ergäben sich durch die Möglichkeit der Nachverdichtung oder Aufstockung vorhandener Gebäude und durch den Abriss bestehender sanierungsbedürftiger Bausubstanz zusätzliche Optionen, weiteren Wohnraum zu schaffen.

"Bezahlbaren Wohnraum für möglichst viele Menschen zu schaffen ist eine der wichtigsten Aufgaben einer sozialen und nachhaltigen Stadtentwicklung. Unser Ziel ist es, für Menschen aller Einkommensgruppen bezahlbaren Wohnraum in unserer Stadt in ausreichendem Maß zur Verfügung zu stellen, mit Blick auf eine gerechte Stadtgesellschaft, in der niemand vergessen werden oder zurückbleiben darf", so Markus Kolb und Angelika Hoffmann abschließend.

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