Nach der Kundgebung am Montagabend auf dem Untermarkt in Gelnhausen meldet sich die Bewegung "Allianz pro Grundgesetz" zu Wort, der von der parteiübergreifenden Initiative "Hand aufs Herz" vorgeworfen wird, die Teilnahme von rechtsextremen Personenen und Gruppierungen auf ihren Veranstaltungen zuzulassen und diese auch in ihre Organisationsstrukturen einzubinden.

"Auf Gegendemonstrationen sowie im Netz wurden lautstark Behauptungen aufgestellt, Lügen verbreitet, Bürger diffamiert. Was hat es etwa mit Toleranz und Offenheit zu tun, wenn sich eine Kundgebung nur aus dem 'Dagegen' speist, nur aus dem Hetzen gegen die Anderen, aber selbst keine Inhalte hat? Woraus speist sich die Energie, wenn Autos und Häuser von Teilnehmern der Grundrechte-Bewegung mit Farbe beschmiert und Reifen zerstochen werden? Wenn es Drohanrufe gibt? Kann man in diesem Land wirklich noch seine Meinung frei äußern? Sind wir noch in einer Demokratie, in der die Würde des Menschen „unantastbar“ ist? Sind die Veranstalter der Gegendemonstrationen etwa gegen unser Grundgesetz und vielleicht im Kern eher 'antidemokratisch'?", heißt es in der Pressemitteilung.
Auch wenn keiner der Eingeladenen, die beiden „Gegen“-Initiatoren, der Bürgermeister und der Landrat, den Mut gehabt hätten, "den kritischen Bürgern gegenüberzutreten und in den Dialog zu gehen", sei es doch eine gelungene Veranstaltung gewesen. "Die Energie der infantilen Krachmacher der Gegenseite wurde einfach angenommen und umgeleitet. Am offenen Mikrofon haben authentische Menschen ihre Empfindungen und Sorgen geäußert, es wurde gesungen, getanzt und gelacht. Und Gemeinschaft gespürt. Dinge, die viele Menschen gerade jetzt schmerzlich vermissen. Schade, dass eine Gelegenheit verpasst wurde, Spaltung zu überwinden. Erst wenn in den Köpfen das Schubladendenken aufhört, kann erkannt werden, dass wir alle Menschen sind, die das gleiche Ziel haben: In Frieden und Freiheit selbstbestimmt leben", so die Bewegung "Allianz pro Grundgesetz" in ihrer Pressemitteilung abschließend.
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