Junge Jazz-Elite in Gelnhausen

Gelnhausen

Zum Gelnhäuser Jazz Meeting am 20. April 2013 um 20:00 Uhr kommt diesmal Formation „L14, 16“ in die Stadthalle.

Höfler Fenster
Kreiswerke Main-Kinzig

Zweifelsohne gehört L14, 16 zu den profiliertesten deutschen Jazz-Combos und beweist einmal mehr, dass auch hochkarätige Nachwuchskräfte aus Deutschland in Sachen Jazz sowohl national als auch international unterwegs sind.

L14, 16 besteht seit 2001 und gewann gleich den 1. Preis beim „24th International Hoeilaart Jazz Contest 2002“. Im selben Jahr veröffentlicht L14, 16 ihre erste CD beim Label „Jazz4ever“. Sie erhielt den Vierteljahrespreis der Deutschen Schallplattenkritik (3. Quartal 2003) sowie die Auszeichnung „CD des Monats“ der Zeitschrift „Audio“ (Juni 2003). Seitdem hat L14, 16 auf zahlreichen Festivals gespielt (u.a. Jazz Ost-West, Jazz Baltica, Getxo Jazz (Spanien), Rheingau Musik Festival, Aalener Jazzfest, Bingen Swingt, Mannheimer Jazztage).

Die Musiker des Quintetts aus Mannheim, die sich mit ihrem etwas sperrigen Bandnamen übrigens auf die Adresse ihrer Lieblingskneipe aus Studienzeiten beziehen - in Mannheim gibt es ja, ans amerikanische System angelehnt, statt Straßennamen Blockbezeichnungen - bleiben in ihren Kompositionen zwar sehr deutlich dem Jazz der 50er- und 60er-Jahre verbunden, doch ihr immenser Ideenreichtum, was die Neuanordnung des überlieferten Jazzvokabulars angeht, lassen ihre Musik ausgesprochen gegenwärtig klingen.

Mit viel spielerischem Feuer und einer gehörigen Portion Raffinement in ihren Arrangements schürt L14, 16 die Flamme des Jazz hoch. Über den Grad der Hitze, den sie dabei zu entfachen in der Lage sind, scheinen sich die fünf Musiker bewusst zu sein. Mit Hilfe griffiger Post-Bebop-Phrasen, die sie mit ausgeklügelten metrischen Vexierspielen unterlegen, überhaupt mit ihrem gesamten komplexen Rhythmuskonzept, das sie vom subtil dringlichen Pulsieren bis hin zur kunstvoll verzahnten Polyrhythmik gestalten, und einem ausgeprägten Gespür für Dynamik, spannende Kontraste und unerwartete Stimmungswechsel vom melancholischen bis zum burlesken Tonfall, sorgen die fünf Absolventen der Musikhochschule in Mannheim bei ihren Auftritten dafür, dass - wie man so schön sagt - "die Luft brennt".

Vorne spielen Trompeter Axel Schlosser, Mitglied der Bigband des Hessischen Rundfunks und Saxophonist Steffen Weber, Dozent an der Musikhochschule Mannheim und Mainz, Gast bei Jazz-Festivals von Montreux, DenHaag bis Istanbul. Träger des Wormser Jazzpreises 2005. Pianist Rainer Böhm ist Träger des Jazzpreises der Stadt Nürnberg 2002 und hat beim internationalen Klavier-Solowett-bewerb in Montreux zweimal den zweiten Platz belegt. Auch in Belgien verlieh ihm die Jury einen Sonderpreis als den besten Solisten. Bass spielt Arne Huber, der ein Jazzstudium an der Musikhochschule Mannheim und ein klassisches Kontrabassstudium an der Musikhochschule Freiburg i.Br. absolviert hat. Und am Schlagzeug sitzt Lars Binder, der zahlreiche CDs in den USA und Deutschland einspielte.

Eintrittskarten zum Preis von 16 Euro (ermäßigt 13 Euro) für die Veranstaltung gibt es im Internet unter www.gelnhausen.de (siehe unter Bürgerservice/Tickets).

Weitere Links zur Info:

www.l1416.de/

www.brasstime-bigband.de


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