Gelnhausen: Bürgerpreise Civicum 2020 und 2021 für engagierte Bürger*innen

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„Ohne Sie alle wäre das Leben in der Gemeinschaft ärmer“, brachte es Bürgermeister Daniel Christian Glöckner (FDP) in seinen Begrüßungsworten auf den Punkt. Vor etwa 70 geladenen Gästen verlieh der Rathauschef in der Jahnhalle Hailer den Gelnhäuser Bürgerpreis „Civicum“ für die Jahre 2020 und 2021 an engagierte Frauen und Männer, die er unter anderem als „tragende Säulen des Gemeinwesens“ bezeichnete. Unter ihnen zwei Ur-Gesteine des Gelnhäuser Vereinswesens, die für ihr Lebenswerk ausgezeichnet wurden: Willi Neidhardt (Kirchengemeinde und diverse Vereine) und Karl Breidenbach (Volkschor Gelnhausen).

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Der Bürgerpreis Civicum ist eine noch „junge“ Auszeichnung, die 2019 erstmals in Gelnhausen vergeben wurde. Es gibt drei Kategorien: „Alltagsheld*in“ (Bewerber*innen über 21 Jahre), „Junge Held*in“ (Bewerber*innen unter 21 Jahre) und „Ehrenwerk“ (Besonders langjähriges bürgerschaftliches Engagement). Je Kategorie werden 500 Euro Preisgeld ausgelobt. 2020 musste die Preisverleihung wegen der Corona-Pandemie mehrfach verschoben werden und fiel schließlich dem Winter-Lockdown zum Opfer. Nun hat es geklappt. Etwa 70 geladene Gäste aus Bürgerschaft, Politik, Wirtschaft, Kirche, Schul- und Vereinswesen waren in die Jahnhalle Hailer gekommen, um den Preisträger*innen Respekt zu zollen und ihre Leistungen zu würdigen.

In der Kategorie „Alltagsheld*in 2020“ zeichnete Bürgermeister Daniel Chr. Glöckner Annette Alt aus. Sie wurde für ihr jahrelanges Engagement im Bereich der Seniorenarbeit geehrt. Leider konnte sie nicht persönlich anwesend sein. Den Preis nahmen stellvertretend Irene Becker und Klaus Bechtold vom DRK-Ortsverein Roth, der Annette Alt gemeinsam mit Elli Köhler vorgeschlagen hatte, entgegen. „Junge Heldin 2020“ ist Tabea Taubert. Sie hat sich in ihrer Schulzeit am Grimmelshausen-Gymnasium unter anderem für die Bücherei, den Schulchor, ein Patenschaftsprojekt in der Dritten Welt und Veranstaltungen des Abijahrgangs 2020 außerordentlich stark eingesetzt, außerdem übernimmt sie seit Jahren Aufgaben in der evangelischen Kinder- und Jugendbücherei Hailer-Meerholz und beim Turnverein Hailer. In der Kategorie „Ehrenwerk“ bat Bürgermeister Glöckner Wilhelm „Willi“ Neidhardt auf die Bühne, der für seinen jahrzehntelangen ehrenamtlichen Einsatz in Gelnhäuser Vereinen und der evangelischen Kirchengemeinde geehrt wurde. Unter anderem war er jahrzehntelang Vorsitzender des Obst- und Gartenbauvereins Gelnhausen, in dem er immer noch als Mitglied aktiv ist, und ist seit 2014 Vorsitzender des Spessartbunds Gelnhausen. Lang anhaltender Applaus begleitete die Überreichung der Urkunde und des gläsernen Bürgerpreises. Willi Neidhardt bekannte mit einem schelmischen Lächeln, er habe schon viele Preise erhalten, aber der Gelnhäuser Bürgerpreis sei der erste, „bei dem ich auch Geld bekomme.“

Die Bedeutung der Bienen für die Ökosysteme der Welt stand bei der Würdigung der „Alltagsheld*innen 2021“ im Fokus. Oliver Lenz nahm die Auszeichnung stellvertretend für den Bienenzuchtverein Gelnhausen entgegen. Der stellvertretende Vereinsvorsitzende leitet das aufwändige Modellprojekt „Imkern auf Probe“, das Interessierte auf dem Lehrbienenstand und mittels eines vom Verein zur Verfügung gestellten „Leih-Bienenvolk“ fachkundig an den Umgang und die Hege und Pflege der Honigbienen heranführt. In der Kategorie „Alltagsheld*innen 2021“ war die Bühne gut gefüllt: Die Teamer*innen der Stadtferien 2021 der evangelischen Kirchengemeinde Gelnhausen standen im Rampenlicht. Jugenddiakon Hartmut Winkler hatte die engagierte Jugendgruppe vorgeschlagen, weil die Ferienspiele in Corona-Zeiten ganz besondere Herausforderungen mit sich brachten und das Team sie mit Bravour gelöst hat. „Das ist eine Riesen-Arbeit, über 80 Kinder eine Woche zu betreuen und zu bespaßen, so dass am Schluss alle zufrieden sind – die Kinder und die Eltern“, bemerkte Bürgermeister Daniel Christian Glöckner. „Wer sich ehrenamtlich engagiert, leistet nicht nur einen wichtigen Beitrag für das Gemeinwesen, sondern erweitert gleichzeitig seine sozialen und persönlichen Kompetenzen. Diese Qualifikationen sind auch außerhalb des bürgerschaftlichen Engagements von großer Bedeutung. Macht weiter so!“ motivierte der Rathauschef die jungen Leute.

Untrennbar mit dem ältesten weltlichen Chor von Gelnhausen ist der Name Karl Breidenbach verbunden. Der 92 Jahre alte Gelnhäuser ist seit nunmehr 63 Jahren Vorsitzender des Volkschores Gelnhausen. 35 Jahre war er außerdem dessen Dirigent und acht Jahre erster Schriftführer. Bürgermeister Glöckner wusste einige Anekdoten aus dem Choralltag zu berichten, die eindrucksvoll belegten, wie ernst es Karl Breidenbach mit der Pflege des Chorgesanges in Gelnhausen nahm. „Es ist sein Lebenswerk. Sein Engagement war und ist für ihn stets Herzens- und Ehrensache.“ Musikalisch umrahmten Saxophonklänge der SOS Streetband der Musikschule Main-Kinzig den offiziellen Teil der Preisverleihung. Anschließend bestand noch die Möglichkeit, sich bei Gebäck und Getränken auszutauschen – natürlich im Rahmen der geltenden Corona-Hygienevorschriften.

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