Spessartbund gedenkt feierlich seiner verstorbenen Mitglieder am Pollasch

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„Ihre Schritte sind in den Wäldern des Spessarts verhallt aber in meinem Herzen laufen meine Wanderfreundinnen und Wanderfreunde bei jeder Wanderung noch mit.“

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Mit diesen Worten umschrieb ein Teilnehmer seine Gefühle auf der diesjährigen Gedenkfeier des Spessartbundes am 10. Oktober für seine in den letzten zwölf Monaten verstorben Mitglieder am „Pollasch“ bei Heigenbrücken. Begrüßt wurden die Teilnehmer*innen unter strahlend blauem Himmel vom Präsidenten des Spessartbundes, Prof. Dr. Winfried Bausback. Er bedankte sich bei den verstorbenen und heute aktiven Vereinsmitgliedern sowie den Vorstandsmitgliedern und der Geschäftsführerin des Spessartbundes für die geleistete Arbeit. In den Spessartbund-Ortsgruppen, die eine Wertegemeinschaft darstellten, werde wichtige Kulturarbeit geleistet. Sie seien eine Klammer für die Heimatregion. In einer sichtlich bewegenden Rede betonte Dr. Alexander Legler, Landrat Aschaffenburg, der Spessartbund als Organisation und seine verstorbenen und lebenden Mitglieder seien Garanten für Lebensqualität und das Lebenswerte in der Spessartregion.

Die Pollaschfeier sei ein würdiger Raum in dem die Verstorbenen wieder ins Gedenken gerufen werden könnten. Legler wies auch auf die Leistungen des Spessartbundes für den Naturschutz hin. Natur- und Klimaschutz seien angesichts der herrschenden Situation ein Dauerauftrag für alle Beteiligten. Der Auftrag, die Natur zu erhalten und zu schützen, seine Schönheit und somit die Schöpfung zu bewahren, sei im Spessartbund in guten Händen. Darüber hinaus sei der Spessartbund ein Ort der Gemeinschaft und Geselligkeit in dem sich der einzelne Mensch entfalten könne. Legler verglich die Entwicklung des Menschen vom Kind bis zum Greis mit einer Wanderung. Die Wanderinnen und Wanderer seien immer unterwegs. „Es liegt an Ihnen, das Ziel der Wanderung selbst zu bestimmen“, rief er den Anwesenden zu.

Maria Weidert und Herbert Arnold, verlasen anschließend die Namen aller 226 Verstorbenen. Musikalisch umrahmt wurden die Totengedenkfeierlichkeiten mit mehreren Beiträgen vom Gesangverein „Fröhliche Sänger“ aus Eichenberg. Im Spessartbund gibt es nach Angaben von Geschäftsführerin Heike Buberl-Zimmermann aktuell 79 Ortsgruppen. Die Pollasch-Gedenkkultur wird nach Angaben von Wolfang Beyer, dem zuständigen Vorstandsmitglied für Kultur und dem Moderator der Gedenkfeier, seit 1927 gepflegt. „Wir sind im Spessartbund froh, dass wir die Corona-Pandemie für uns in den Griff bekommen haben“, wie dies die heutige Veranstaltung zeige, sagte er am Rande der Veranstaltung. Zum Abschluss sangen die rund 400 Teilnehmer*innen das Spessartbundlied.

In einem Beitrag zur Chronik anlässlich des 100jähirgen Bestehens des Spessartbundes mit dem Titel „Miteinander für die Heimat“ schreibt die Leiterin des Zentrums für Regionalgeschichte im Main-Kinzig-Kreis, Christine Raedler, Totengedenkfeiern nach dem Muster der Pollaschfeier formten neben dem konkreten Gedenken an die Toten auch einen kulturellen Heilungsprozess. Das Pollasch-Totengedenken des Spessartbundes erfülle diese Voraussetzungen im besten Sinne: „im schönen Spessart, wie in einem ‚heiligen Hain‘ aus Urväterzeiten und quasi im Schoß von Mutter Natur“. Dies geschehe im Spessartbund in einer offenen der Vergangenheit wie Zukunft zugewandten Form.

Foto: Kranzniederlegung (von links) durch Landrat Legler, Spessartbund-Präsident Bausback und Vorstandssprecher Arnold.

Foto: Fahnenträger der Ortsgruppen.

Foto: Chor „fröhliche Sänger aus Eichenberg“.

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