Joh-Ausstieg: SPD macht Stadtverordnetenversteher Tauber mitverantwortlich

Gelnhausen
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„Es gibt nichts zu beschönigen: Der Ausstieg der Kreissparkasse Gelnhausen und der Dietz AG aus dem JOH-Projekt ist ein herber Rückschlag und vor allem eine große vertane Chance für die Stadtentwicklung. Die Chance auf eine gemischte Nutzung aus Einzelhandel, Gastronomie, Dienstleistung, Verwaltung und Mediathek kommt an dieser Stelle nicht wieder. Dieser Zug ist abgefahren.“

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Mit diesen Worten reagierte SPD-Fraktionsvorsitzender Rudi Michl auf die jüngsten Entwicklungen rund um die ehemalige JOH-Immobilie. Er könne jetzt nur hoffen, dass diejenigen, die in den zurückliegenden Wochen fortlaufend Kritik am Projekt geäußert hätten, sich jetzt nicht noch freuen, sondern erkennen, welchen Schaden sie angerichtet haben. Trauriger Höhepunkt sei aus Sicht der SPD die kontroverse Diskussion des Bau- und Umweltausschusses Anfang Oktober gewesen. „Dort wurde von einigen Stadtverordneten nicht gerade ein Klima des Willkommens geschaffen. Und das muss sich grundlegend ändern. Wir brauchen in unserer Stadt ein investitionsfreundliches Klima, um Stadtentwicklung positiv zu gestalten“, so Rudi Michl weiter.

Für die SPD stellen Rudi Michl und die Vorsitzende der SPD Gelnhausen, Susanne Turlach, jedenfalls klar, dass die Fraktion hinter dem Projekt gestanden habe. Der Charme des Projektes sei die gemischte Nutzung gewesen, die hohe Anzahl an Arbeitsplätzen in der Innenstadt und gleichzeitig eine öffentliche Nutzung und Stärkung der Beruflichen Schulen durch die Mediathek. Für die Argumentation der Kreissparkasse und der Dietz AG hat die SPD Verständnis. „Wir können nachvollziehen, dass Investoren ein solches Projekt im hohen zweistelligen Millionenbereich nur mit breiter politischer Unterstützung umsetzen wollen“, so Rudi Michl weiter. Und genau da bedarf es mehr als reiner Lippenbekenntnisse, dass man ein Projekt will. „Wenn es um konkrete Fragen des Baurechts oder der Schaffung von Stellplätzen geht, muss man auch konstruktiv mitarbeiten, nach Lösungen und nicht fortlaufend nach Problemen suchen“, so Rudi Michl und Susanne Turlach im Hinblick auf die Diskussionen im Bau- und Umweltausschuss der Stadtverordnetenversammlung.

Und schließlich sei völlig unverständlich, dass der Stadtverordnetenvorsteher Dr. Peter Tauber (CDU) den Beschluss zur Schaffung des Baurechts in Sachen JOH nicht auf die Tagesordnung der Sitzung am 27. Oktober gesetzt habe - obwohl die Stadtverordnetenversammlung diesen TOP einstimmig so vorgesehen hatte. Die Einladung zur Sitzung am 27. Oktober sei zu einem Zeitpunkt verschickt worden, als der Ausstieg der Kreissparkasse und der Dietz AG noch nicht festgestanden habe. Man könne nur vermuten, dass dies endgültig dazu geführt habe, dass die Kreissparkasse und die Dietz AG nun von der Verwirklichung Abstand genommen haben. „Das alles sind Aspekte, die ein Gesamtbild bewirken, welches auf diejenigen, die in unserer Stadt viel Geld investieren wollen, verheerend wirken“, so die Gelnhäuser SPD-Vorsitzende Susanne Turlach.

„Wir werden jetzt erleben, dass einzelne Akteure versuchen werden, ihr Verhalten in den zurückliegenden Monaten zu rechtfertigen; das hilft Gelnhausen jetzt aber nicht mehr weiter. Es bleibt bei einer vergebenen großen Chance für die Stadtentwicklung“, halten Rudi Michl und Susanne Turlach fest. Wie es laufen kann, zeigt die Stadt Schlüchtern. „Dort hat man sich auf den Weg gemacht, die Innenstadt neu zu gestalten, und zwar allen voran die Stadt Schlüchtern Hand in Hand mit dem Main-Kinzig-Kreis, der Kreissparkasse Schlüchtern und heimischen Unternehmern. Auch da wird breit diskutiert, aber vor allem werden Lösungen gesucht und gefunden“, blickt Susanne Turlach auf die Entwicklungen in der Bergwinkelstadt. Kreis und Kreissparkasse Schlüchtern engagieren sich dort letztlich so stark, weil es ein breites politisches Miteinander und den Willen zur Gestaltung gibt. Jetzt gelte es die Situation insgesamt neu zu bewerten und nach vorne zu blicken. „Wir hoffen, dass sich jetzt alle politischen Kräfte konstruktiv einbringen. Für die SPD können wir heute schon sagen, dass wir dies tun werden. Wir müssen in unserer Stadt an Lösungen arbeiten und nicht immer und immer wieder die Probleme in den Mittelpunkt stellen. Wir hoffen, dass der Rückzug der Kreissparkasse und der Dietz AG vielleicht dem einen oder anderen die Augen geöffnet hat“, so Rudi Michl und Susanne Turlach abschließend.



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