Das ist das Anliegen der Bürgerinnen und Bürger, die seit drei Wochen montags am Obermarkt zu einer Mahnwache für Zusammenhalt und Solidarität zusammenkommen. „Wir sind in Sorge angesichts des immer offener zur Schau getragenen Egoismus und dem unverantwortlichen Verhalten der Teilnehmerinnen und Teilnehmer der sogenannten Spaziergänge, zu denen seit Wochen jeden Montag nach Gelnhausen mobilisiert wird“, sagen Marion Wögler und Michael Nuß, die beide in der Altstadt leben und die Entwicklung seit Beginn der Pandemie mitverfolgen. Jetzt sei es an der Zeit das Schweigen zu beenden und zu zeigen, dass die große Mehrheit solidarisch zusammenstehe, um die Pandemie gemeinsam zu überwinden.
Daher rufen die beiden alle Gleichgesinnten für nächsten Montag auf, sich an einer rund um den Obermarktbrunnen angemeldeten Mahnwache zu beteiligen: „Wir sind weder laut noch aggressiv, aber wir werden auch nächsten Montag wieder da sein, um zu zeigen, dass uns das unsolidarische Verhalten der ‚Spazierenden‘ ganz und gar nicht gefällt und wir für Demokratie und gesellschaftlichen Zusammenhalt stehen. Wir hoffen jetzt auf zahlreiche Beteiligung aus den Reihen der Stadtgesellschaft und richten unseren Appell besonders auch an all die Menschen, die sich in demokratischen Parteien, in Gewerkschaft und Kirche und in Vereinen fürs Miteinander engagieren.“ Die Mahnwache findet wie bisher unter Einhaltung der erforderlichen Schutzmaßnahmen statt: 2 G sowie Beachtung der ohnehin am Obermarkt geltenden Maskenpflicht und Abstand halten. In Anlehnung an Martin Luther King mahnen Marion Wögler und Michael Nuß: „Am Ende werden wir uns nicht an die Worte unserer Gegner erinnern, sondern an das Schweigen unserer Freunde."
Treffpunkt: Montag, 7. Februar 2022 | 18 Uhr am Obermarkt-Brunnen
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