Erneuter Appell an Hundehalter

Gelnhausen
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„Bitte leinen Sie Ihre Hunde in der Brut- und Setzzeit generell an, damit Jungtiere nicht qualvoll sterben müssen“, appelliert Bürgermeister Daniel Christian Glöckner (FDP) aufgrund von aktuellen Vorfällen in der Nachbargemeinde Gründau erneut an die Vernunft und Kooperationsbereitschaft der Hundebesitzer:innen in Gelnhausen.

Innerhalb von nur zwei Wochen waren in der Gründauer Feldgemarkung zwei Rehkitze nach Hundebissen verendet. Die entsprechenden Bisswunden an den Wildtieren konnten durch einen Tierarzt nachgewiesen werden.

Die Brut- und Setzzeit dauert vom 15. März bis 15. Juli eines jeden Jahres an. In dieser Zeit bedürfen die jungen Wildtiere eines besonderen Schutzes. Vogelwelt und Niederwild sind mit der Aufzucht ihres Nachwuchses beschäftigt. Wer mit und ohne Vierbeiner abseits befestigter Wege unterwegs ist, kann Vögel beim Brüten, und Feldhasen und Co. bei der Aufzucht der Jungen stören. Das kann so weit gehen, dass Vögel ihre Nester verlassen, die Eier auskühlen und der Nachwuchs dadurch abstirbt. Bodenbrüter, die ihre Nester im hohen Gras anlegen, sind besonders gefährdet. Viele Hundebesitzer wissen nicht, dass ihr Hund für Vögel und Wildtiere gefährlich sein kann, insbesondere deren Nachwuchs aber ist durch Nachstellen oder Vertreiben der Elterntiere in Gefahr.

Die Stadt Gelnhausen informiert ihre Hundehalter:innen alljährlich mit einem Informationsblatt, das ihnen mit den Bescheiden für die Hundesteuer am Jahresbeginn zugeht, über den Sachverhalt. Außerdem liegt das Informationsblatt ganzjährig an der Infothek im Rathaus aus.