Wildschweinplage in Gelnhausen: Mehr Jäger gefordert

Gelnhausen
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„Wie begrüßen die Überlegungen des Ortsbeirats Mitte zur Neustrukturierung der Jagd im Jagdbezirk Gelnhausen sehr“, meldet sich die SPD-Ortsvereinsvorsitzende Susanne Turlach zu Wort. Der Ortsbeirat hatte in seiner jüngsten Sitzung darüber beraten, ob die Vergabe der Jagdpacht an einen größeren Personenkreis das Problem der Überpopulation bei den Wildschweinen und deren vermehrte Sichtung im Stadtgebiet lösen kann und dies schließlich mit großer Mehrheit bejaht.

„Seit 2010 ist das Jagdgebiet in Gelnhausen-Mitte in zwei Bezirke aufgeteilt, um eine stärkere Bejagung zu ermöglichen. Zudem wurde damals auch eine kleinere Fläche dem Jagdbezirk Roth angegliedert, Die vermehrte Sichtung von Wildschweinen und die zunehmenden Schäden im sogenannten befriedeten Bereich sowie die Gefahr der Verbreitung von Krankheiten für Haustiere bereiten nun aber immer mehr Mitbürgerinnen und Mitbürgern Sorge“, stellt der SPD-Fraktionsvorsitzende Rudi Michl fest.

„Die Verwüstungen der Gärten von Anwohnerinnen und Anwohnern darf nicht in dem zuletzt gesehenen Ausmaß geschehen. Aber auch die Landwirtschaft leidet unter der Überpopulation, da Wildschweine Wege und Felder im gesamten Stadtgebiet aufwühlen“, ergänzte Susanne Turlach. Deshalb sei es selbstverständlich, dass dieses Thema auch im Ortsbeirat Mitte behandelt werden müsse.

Fest stehe, dass die bisherige Organisation der Jagd in Gelnhausen-Mitte die wachsende Wildschweinpopulation nicht verhindert oder bekämpft habe, so die beiden Sozialdemokraten. Deshalb sei es vollkommen richtig, nicht nur zu erörtern, wie des Problem entstanden ist, sondern auch, wie es künftig gelöst und ein Wiederauftreten im Idealfall auf Dauer verhindert werden könne. Hier sollte im Interesse der betroffenen Bürgerinnen und Bürger im befriedeten Bereich gehandelt werden, da deren Einfluss in der Jagdgenossenschaft begrenzt sei. Dort seien nämlich nur Grundstückseigentümer im bejagbaren Bereich stimmberechtigt. Ein „weiter so“, wie es von CDU und den Bürgern für Gelnhausen (BG) im Herbst 2021 in der Stadtverordnetenversammlung gefordert worden sei, darf es aus Sicht der Sozialdemokrat*innen nicht geben. Alle politischen Entscheidungsträger sollten im Vorfeld der anstehenden Jagdgenossenschaftsversammlung genau abwägen, welche Maßnahmen zum Wohl des Stadtwaldes, des Natur- und Tierschutzes sowie der Bürgerinnen und Bürger in Gelnhausen beitragen.

In der Jagdgenossenschaftsversammlung, die über die Neuvergabe der Jagd zu entscheiden hat, verfügt die Stadt über den größten Flächenanteil am Jagdgebiet. Deswegen sollte sich die Stadt für eine Lösung einsetzen, die eine effektive Bekämpfung der Wildschweinplage ermöglicht, stellen die beide Sozialdemokraten fest. Aus jetziger Sicht erscheint dabei eine Erhöhung der Jagdbezirke als die am besten geeignete Lösung. Vom derzeit als Notjagdvorstand fungierenden Magistrat erwarten sie nicht nur, dass er zügig, sondern vor allem fachlich und sachlich korrekt die Jagdgenossenschaftsversammlung vorbereitet und der Vertreter der Stadt in der Versammlung dann dem Willen der städtischen Gremien folgend handelt.


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