Überlebender des Zweiten Weltkrieges aus Somborn spricht bei Mahnwache

Gelnhausen
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Im Alter von 17 Jahren wurde er zum Arbeitsdienst eingezogen und wenig später als Soldat an die Front geschickt: Emil Weigand (95) aus Freigericht-Somborn, einer der wenigen noch lebenden Zeitzeugen des Zweiten Weltkrieges.

Von seinen schrecklichen Erlebnissen und deren Ableitungen für die heutige Zeit im Zeichen des Ukraine-Krieges spricht er bei der nächsten Mahnwache für Frieden und Demokratie von Hand aufs Herz e.V. am Montag, 18. Juli, 18 Uhr, vor dem Main-Kinzig-Forum in Gelnhausen.

„Ich weiß wie schrecklich und unmenschlich ein solcher Krieg ist und ich hätte es mir wirklich nicht vorstellen können, dass so etwas noch einmal in Europa passieren kann“, bringt Emil Weigand seine Fassungslosigkeit über die aktuellen Geschehnisse auf den Punkt. Darüber und seine Sicht auf Europa als Garant für Frieden wird der 95-Jährige bei der Kundgebung am Montag in Gelnhausen ebenfalls sprechen. Musikalisch umrahmt Friedensbotschafterin Dannyjune Smith die Mahnwache.

Hand aufs Herz e.V. lädt seit Kriegsbeginn wöchentlich immer montags um 18 Uhr gemeinsam mit der IG Metall Hanau-Fulda, dem Bündnis „Wir sind mehr - Wir setzen ein Zeichen!“, der AWO Main-Kinzig, Fridays for Future Gelnhausen, People for Future Gelnhausen und dem VVN-BdA Main-Kinzig zu Mahnwachen für Frieden und Demokratie an das Main-Kinzig-Forum in Gelnhausen ein. Bei den Montagskundgebungen vor dem höchsten Symbol für Demokratie in der Kreisstadt des Main-Kinzig-Kreises sprechen wöchentlich kompetente Redner:innen über die aktuellen Entwicklungen in der Region rund um den Ukraine-Krieg, die Corona-Pandemie und die Folgen dieser beiden größten Herausforderungen seit vielen Jahrzehnten.

„Seit Monaten tobt dieser grausame, für uns niemals mehr möglich gehaltener Krieg mitten in Europa. Wir sind entsetzt, traurig und fassungslos. Täglich sterben Männer, Frauen und Kinder für Populisten und Antidemokraten, die Solidarität, Respekt und Toleranz - die Demokratie und Menschenwürde - mit Füßen treten“, laden die Hand-aufs-Herz-Vorsitzenden Alexander Schopbach und Julia Hott alle Interessierten zur Teilnahme ein, gemeinsam ein deutliches Signal für solidarisches Zusammenstehen, Demokratie und die Europa verbindenden Grundwerte zu setzen.

Hand aufs Herz betont: „Wir stehen für eine Gesellschaft, die auch in solch existenziellen Krisen wie der Corona-Pandemie und einem im 21. Jahrhundert eigentlich für undenkbar gehaltenen Krieg auf europäischem Boden zusammenhält, um diese gemeinsam zu überwinden. Wir sehen uns verpflichtet, gegen alle antidemokratischen und staatsfeindlichen Kräfte klare Kante zu zeigen, die solche Krisen ausschließlich für ihre populistischen, die Gesellschaft spaltenden Ziele missbrauchen, indem sie vollkommen skrupellos dreiste Lügen, Fehlinformationen bis hin zu kruden Verschwörungstheorien und grenzenlosen Hass gegenüber allen Andersdenkenden verbreiten“.

Weitere Informationen finden Interessierte auf www.handaufsherz-gn.de

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