Die Stadt Gelnhausen wird sich im Zuge des Insolvenzantrags der Joh-Gruppe aktiv einbringen und Hilfestellungen leisten.
„Wir wollen nicht nur reagieren, sondern unsererseits auch agieren“, bekräftigt Bürgermeister Thorsten Stolz, nachdem er in den vergangenen Tagen zahlreiche Gespräche in dieser Sache geführt hat. Wie berichtet, war Ende vergangener Woche der Insolvenzantrag des Traditionshauses bekannt geworden.
„Wichtigstes Ziel für uns in Gelnhausen ist es, dass am Ende kein dauerhafter Leerstand entsteht, sondern dass die Kaufhaus-Immobilie mit ihrer zentralen Lage in Gelnhausen vernünftig genutzt wird. Wir wollen eine Nutzung, die den Standort Innenstadt stärkt und eine Bereicherung für Gelnhausen darstellt“, betont Bürgermeister Thorsten Stolz. Allerdings: Um eine positive Entwicklung voranbringen zu können, hänge viel von den Eigentümern der Joh-Immobilien ab. „Hier wird man in den nächsten Wochen sehen, inwieweit die Bereitschaft besteht, auch neue Wege zu gehen“, sagt Bürgermeister Thorsten Stolz, der in diesem Zusammenhang noch einmal die Bereitschaft der Stadt Gelnhausen bekräftigt, Kontakte zu Investoren herzustellen: „Hier stehen wir nicht mehr nur Gewehr bei Fuß, sondern sind bereits tätig geworden.“
Außerdem koordiniert Bürgermeister Thorsten Stolz derzeit in einem ersten Schritt die Interessen der einzelnen, von der Joh-Insolvenz betroffenen Städte Friedberg, Zwickau, Saalfeld, Gotha und Gelnhausen. „Hier geht es ganz einfach darum, dass die kommunale Familie einen Fuß in den so genannten Gläubigerausschuss bekommt, um hier selbstverständlich auch Einfluss auf anstehende Entscheidungen zu nehmen“, betont der Rathauschef. Alle betroffenen Städte haben bereits angekündigt, dieses Vorgehen der Stadt Gelnhausen zu unterstützen.
Weiterhin ist dem Bürgermeister die Einbeziehung und Information aller Fraktionen in der Stadtverordnetenversammlung ein wichtiges Anliegen. „Ich setze hier, wie beim Ankauf und der Entwicklung der Housing oder dem Thema kommunaler Schutzschirm, auf die Zusammenarbeit aller politischen Kräfte in der Barbarossastadt.“
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