Stolz: Public-Viewing hätte 5.000 Euro gekostet

Gelnhausen

„Die Junge Union wäre gut beraten gewesen, wenn sie sich im Vorfeld des Altstadtfestes einmal bei mir oder der Kulturabteilung der Stadt informiert hätte, warum ein Public Viewing im Rahmen des Altstadtfestes nicht stattfinden, bevor man Halbwahrheiten verbreitet“, kommentiert Bürgermeister Thorsten Stolz die jüngste Pressemitteilung der CDU-Nachwuchsorganisation.

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Und der Bürgermeister erklärt die Hintergründe: „Unmittelbar, nachdem feststand, dass es ein deutsches Champions-League-Finale geben wird, haben wir die Kosten für ein Public Viewing im Rahmen des Altstadtfestes eingeholt. Diese belaufen sich, da es ja nicht mit dem Aufstellen eines Fernsehers getan ist, sondern eine größere Bild- und Tontechnik für den Obermarkt notwendig wäre, auf rund 3.500 Euro. Doch dabei wäre es nicht geblieben, sondern die bereits engagierte Band Nexus hätte ebenfalls für den Abend abgesagt und die Gagen bezahlt werden müssen. Alles in allem hätten wir für 90 Minuten Public Viewing also 5.000 Euro aus Steuergeldern aufbringen müssen.“ Und man müsse auch bedenken, dass all jene enttäuscht gewesen wären, die seit Jahren in den Abendstunden ganz bewusst zum Obermarkt kommen, um die Live-Musik zu hören.

„Ich glaube auch, dass in Gelnhausen kaum ein Bürger Verständnis gehabt hätte, wenn einerseits 5.000 Euro für ein Public Viewing ausgegeben werden und gleichzeitig im Zuge der Teilnahme am Kommunalen Schutzschirm Zuschüsse bei Vereinen, Kinder- und Jugendarbeit, sozialen Einrichtungen und im kulturellen Bereich gemindert werden und dann 5.000 Euro für ein „Fußball-Event“ aus Steuergeldern ausgegeben werden“, so Bürgermeister Thorsten Stolz weiter. Und der Bürgermeister gibt ein einfaches Beispiel, das jeder nachvollziehen kann: „Wichtige soziale Einrichtungen wie die Jugend- und Drogenberatungsstelle, das Frauenhaus, die Gelnhäuser Tafel oder die Selbsthilfekontaktstelle in Gelnhausen bekommen nicht annähernd Jahreszuschüsse, die in diese Größenordnung gehen.“

Auch dies müsse man berücksichtigen, wenn man Verantwortung für die Barbarossastadt trage. All diese Informationen hätte die Junge Union im Vorfeld bekommen können, wenn sie gewollt hätte. Gleichzeitig erinnert der Bürgermeister auch an den Charakter des Altstadtfestes: „Das Altstadtfest ist ein Fest der Gelnhäuser Vereine für die Bürgerschaft und bietet für jedes Alter etwas und wir hoffen jetzt alle auf gutes Wetter“, so Thorsten Stolz weiter. Gleichzeitig dankt der Bürgermeister den teilnehmenden Vereinen und den ehrenamtlich Tätigen, die die Dienste an den Ständen übernehmen und in Teilen das Programm mitgestalten, denn das Altstadtfest beginnt in diesem Jahr bereits um 15.00 Uhr.

Und abschließend hat der Bürgermeister auch noch eine Empfehlung an die Junge Union: „Wenn die Junge Union etwas wirklich Sinnvolles zum Altstadtfest beitragen will, so sind zusätzliche Stände und helfende Hände immer gerne gesehen.“


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