Kaufhaus JOH: Am Mittwoch spricht die Insolvenzverwalterin

Gelnhausen

Im vorläufigen Insolvenzverfahren der Kaufhauskette JOH stehen in den nächsten Tagen richtungsweisende Entscheidungen an.

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Für den morgigen Mittwoch hat Rechtsanwältin Julia Kappel-Gnirs eine umfangreiche Mitteilung zur Zukunft des Unternehmens angekündigt. Wie die aussehen wird, wollte deren Sprecher Pietro Nuvoloni vorab nicht verraten, allerdings bestätigte er: „Es handelt sich hier um ein sehr schwieriges Insolvenzverfahren.“

Nur noch bis Ende Juni sind die Gehälter der knapp 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter über das Insolvenzgeld gedeckt, danach müssen die Löhne und auch alle anderen Ausgaben wieder selbst erwirtschaftet werden. „Es besteht ein extremer Zeitdruck“, lässt auch Nuvoloni erstmals durchblicken, dass es durchaus von Vorteil gewesen wäre, wenn die Geschäftsführung den Insolvenzantrag nicht erst am 8. Mai, sondern einige Zeit früher gestellt hätte. Da die April-Gehälter noch nachträglich gezahlt werden mussten und auch der Mai fast schon zur Hälfte rum war, blieben letztlich nur knapp sieben Wochen, um einen Investor zu finden. Allerdings verweist Nuvoloni auch darauf, dass der Insolvenzantrag beim Amtsgericht Hanau wegen drohender Zahlungsfähigkeit gestellt worden sei und daher es möglicherweise schwierig war, einen früheren Zeitpunkt zu finden.

„Die Gespräche sind sehr intensiv“, stehen laut Nuvoloni auch Anfang dieser Woche jetzt noch wichtige Verhandlungsrunden an, in denen für die Zukunft der Kaufhauskette JOH mit den fünf Standorten in Gelnhausen, Friedberg, Zwickau, Gotha und Saalfeld noch einmal möglicherweise die entscheidenden Weichenstellungen vorgenommen werden. Die Gerüchteküche in der Barbarossastadt brodelt auf jeden Fall schon, von einem Investor, der die Warenhäuser zum 1. Oktober übernehmen soll, bis hin zu Massenentlassungen wird über alles spekuliert.

„Daran beteiligen wir uns natürlich nicht“, erneuert Nuvoloni seine Aussage, dass die JOH-Kaufhäuser auch nach Ende des vorläufigen Insolvenzverfahrens am 1. Juli noch ihre Türen öffnen werden. Alles was danach zu erwarten ist, wird vermutlich am Mittwoch nach der Äußerung der Insolvenzverwalterin absehbarer sein.


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