foodsharing Gelnhausen: Verwenden statt verschwenden

Gelnhausen
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Verwenden statt verschwenden - das ist der Grundsatz von foodsharing, einer 2012 in Berlin gegründeten Initiative, die sich gegen die Vernichtung von noch verzehrbaren Lebensmitteln einsetzt. Seit mehr als 4 Jahren gibt es auch in Gelnhausen eine Gruppe, die über das Stadtgebiet hinaus Lebensmittel von Betrieben rettet. Dabei gilt stets „Tafel first“, sodass foodsharing nicht als Konkurrenz, sondern als Ergänzung zu den örtlichen Tafeln arbeitet.



Im Bezirk Gelnhausen gibt es eine sehr vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen der Ortsgruppe von  foodsharing und der Tafel Gelnhausen - foodsharing holt notfalls nicht verteilte Lebensmittel von der Tafel ab und die Tafel weist auf die öffentlichen Verteilungen von Lebensmitteln hin, die von foodsharing in Gelnhausen-Meerholz und Freigericht-Somborn organisiert werden. In Meerholz stellt die Stadt Gelnhausen dankenswerterweise die Fläche an der Kita Wiesenzwerge zur Verfügung. Um sich ein Bild vor Ort zu machen, besuchte Bürgermeister Litzinger (CDU) am Samstag, 24. Februar 2024, die öffentliche Verteilung von foodsharing und half zusammen mit Mark André Kiwitz (stv. Vorsitzende CDU) und Holger Sommer (Tafel Gelnhausen) bei der Sortierung und Ausgabe der Lebensmittel mit.

Es ist 15.45 Uhr. Die ersten Abholerinnen und Abholer stehen schon am noch geschlossenen Tor und warten geduldig auf die Verteilung. Zeitgleich werden die Lebensmittel von ehrenamtlichen foodsavern gebracht, die zuvor bei mehreren Betrieben diese Lebensmittel vor dem Müll gerettet haben. Helferinnen und Helfer, die regelmäßig bei den Verteilungen helfen, laden die Kisten aus und beginnen mit dem Sortieren des Obsts und Gemüses. Kurze Zeit später werden die Überschüsse der samstäglichen Tafel-Ausgabe angeliefert - hierbei handelt es sich meist um eine nicht unbeträchtliche Menge an Backwaren, die nicht mehr bis zur nächsten Ausgabe aufgehoben werden können. Gegen 16.15 Uhr dürfen die ersten Personen zu den Lebensmitteln. Das Orga-Team um Sara Steigerwald und Florian Müller achtet darauf, dass alles gerecht zugeht und jeder, der sich angestellt hat, auch etwas bekommt.

Auch Bürgermeister Christian Litzinger (CDU) und Marc André Kiwitz unterstützen die Verteilung und reichen jedem eine kleine Überraschung - ein Päckchen frische Erdbeeren, die von einem foodsaver in größerer Menge gerettet worden sind. Gegen 16.45 Uhr wird es ruhiger an der KiTa Wiesenzwerge. Die foodsaver und Helfer verräumen die leeren Kisten und teilen die übriggebliebenen Backwaren auf. Diese werden im privaten Kreis weiterverteilt, damit möglichst nichts weggeworfen werden muss. Am Ende ist Bürgermeister Litzinger voll des Lobes: „Das sie jede Woche hier stehen ist beeindruckend, ein großes Danke an alle Beteiligten Helfer und das Team von foodsharing Gelnhausen und Umgebung! “

Auch wenn sich mit Tafeln und Foodsharing zwei Organisationen der Lebensmittelrettung verschrieben haben, so gibt es einen wichtigen Unterschied: Während die Tafeln die Lebensmittel ausschließlich an bedürftige Personen abgeben, kann bei foodsharing jeder zum Lebensmittelretter werden. Bei foodsharing werden die Lebensmittel von ehrenamtlichen foodsavern als Privatpersonen bei den Betrieben abgeholt und sortiert, um sie entweder selbst zu verbrauchen oder völlig kostenfrei weiterzugeben. Hauptziel von foodsharing ist es, noch verzehrbare Lebensmittel vor der Vernichtung zu bewahren und damit wertvolle Ressourcen zu schonen. Schließlich wird bei der Produktion von Lebensmitteln neben den Rohstoffen auch sehr viel Wasser und Energie benötigt. Langfristiges Ziel der Initiative ist es, die Wegwerfkultur von Lebensmitteln zu vermindern. Daher hat sich die foodsharing-Gruppe in Gelnhausen mit den Botschafterinnen Sara Steigerwald und Maren Heinrich-Rink noch Weiteres vorgenommen. In Schulen, Kindergärten und bei öffentlichen Veranstaltungen soll darauf hingewiesen werden, dass noch viel zu viele Lebensmittel auch im privaten Bereich weggeworfen werden und dass man Lebensmittel viel länger, als manche denken, verzehren kann.

"Wer sich für Lebensmittelrettung vor Ort interessiert, kann sich über die Facebook-Gruppe foodsharing Gelnhausen & Umgebung informieren. Auf Instagram gibt es regelmäßig Bilder von aktuellen Aktionen. Wenn Sie als Betrieb (Supermarkt, Café, Restaurant, Getränkemarkt o.ä.) an einer Kooperation mit foodsharing interessiert sind, freuen wir uns über eine Nachricht an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!", heißt es abschließend in der Pressemitteilung.

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