Hand aufs Herz begrüßt Moratorium für Verkauf des Rabbinerhauses

Gelnhausen
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Der in Gelnhausen beheimatete Verein Hand auf Herz e.V. und sein Bündnis „Wir sind mehr!“ begrüßen die Entscheidung der Gelnhäuser Stadtverordneten, das Rabbinerhaus neben der Ehemaligen Synagoge vorerst nicht an einen Privatinvestor zu verkaufen und eine der Erinnerungskultur dienende öffentliche Nutzung zu prüfen.



„Aus historischer Verpflichtung und erst recht in Zeiten stark zunehmenden Antisemitismus und des stärksten Rechtsrucks seit Jahrzehnten lautet das Gebot der Stunde, das Rabbinerhaus in städtischer Hand zu behalten und wissenschaftlich begleitet ein Dokumentationszentrum oder einen interkulturellen Raum der Begegnung zu schaffen, der in Erinnerung an das schreckliche Schicksal unzähliger Gelnhäuser Jüdinnen und Juden im Zusammenspiel mit der Ehemaligen Synagoge einen Bogen in die heutige Zeit spannt“, betonen die Hand-aufs-Herz-Vorsitzenden Alexander Schopbach und Julia Hott. Sie seien der zivilgesellschaftlichen Interessengemeinschaft Gelnhäuser Bürgerinnen und Bürger daher sehr dankbar, dass sie den geplanten Verkauf vor rund zwei Wochen öffentlich machten, die Stadtverordneten aufrüttelten und diese nun letztendlich den umstrittenen Wechsel in private Hände vorläufig stoppten.

Hand aufs Herz e.V. mit seinen rund 100 Mitgliedern unterstütze die Forderungen der Interessengemeinschaft, so Hott und Schopbach weiter. Der Verein schlägt vor, unter Hinzuziehung von entsprechenden Fördermitteln eine wissenschaftlich fundierte Nutzung des Rabbinerhauses, die der Erinnerungskultur verpflichtet sein soll, zu erarbeiten. „Für die Umsetzung eines entsprechenden Projektes können wir uns auch sehr gut eine Spendensammlung unter Gelnhäuser Privatleuten und Unternehmen vorstellen“, regt der Verein an. In ein Nutzungskonzept könnten zudem die jüdischen Gemeinden in Hanau und Frankfurt eingebunden werden, zu denen die ehemalige jüdische Gemeinde in Gelnhausen einst enge Beziehungen pflegte.

„Über die bauhistorische Bedeutung des Rabbinerhauses, dem neben der Ehemaligen Synagoge einzigen noch nicht abgerissenen Gebäudes eines früheren Gebäude-Ensembles rund um die Synagoge finden sich in der Festschrift zur Eröffnung der sanierten Synagoge aus dem Jahr 1978 zahlreiche interessante Informationen“, so Schopbach und Hott abschließend. Interessierte finden die Festschrift auf der Webseite der Stadt Gelnhausen unter https://www.gelnhausen.de/tourismus/gelnhausen-erleben/sehenswuerdigkeiten/ehemalige-synagoge/festschrift-ehemalige-synagoge-gelnhausen?cid=is.

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