Philipp-Reis-Schule: Baustart für Erweiterung frühestens 2026

Gelnhausen
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„Die Philipp-Reis-Schule in Gelnhausen braucht dringend eine bauliche Erweiterung und sie wird sie auch erhalten“, erklärte Schuldezernent Winfried Ottmann (CDU).

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„Das geht aber nur im weiteren Zusammenspiel von Stadt Gelnhausen und Main-Kinzig-Kreis, da der Landkreis entsprechende Grundstücke benötigt. Insofern finde ich es gut und erforderlich, dass die meisten Fraktionen im Stadtparlament diesem Kurs mit Weitsicht und Maß folgen, der ja auch einen bedeutenden Wert für die städtebauliche Entwicklung erbringen soll. Und nachdem die Stadt Gelnhausen die Formalitäten vor wenigen Tagen abschließen konnte, gehen wir nun die nächsten Schritte.“ Vorgesehen ist ein Klassenzimmerhaus mit zwölf Unterrichts- und zusätzlichen Nebenräumen. Eine Entwurfsplanung hat der Kreis bereits erstellt, unter Einbezug der Schulleitung. Die Detailplanung schließt sich auf dieser Grundlage an.

Bevor die Pläne für neue Klassenräume konkreter und letztlich umgesetzt werden, sind vor allem die letzten Fragen zu den Baugrundstücken zu klären. Die Stadt Gelnhausen unterstützt den Main-Kinzig-Kreis dabei, ausreichend große Flächen für einen Erweiterungsbau zu erhalten. Eine einzelne Fläche, für die die Stadt kürzlich ihr Vorkaufsrecht geltend gemacht hat, reicht für diese Dimensionen nicht aus. Der Kauf eines zweiten Grundstücks ist deshalb notwendig.

Der Bedarf an Räumlichkeiten ist an der Philipp-Reis-Schule in den vergangenen Jahren stark gestiegen. Derzeit besuchen rund 600 Kinder und Jugendliche die Schule, verteilt auf 33 Klassen in mehreren Gebäuden an zwei Standorten. Nach vorsichtigen Schätzungen bleibt die Zahl in den kommenden Jahren auf diesem Niveau, mit 550 bis 600 Schülerinnen und Schülern. Entlastung hinsichtlich der Raumsituation ist also geboten. Und vor allem: Ab 2026 wird es zusätzlichen Bedarf durch den Rechtsanspruch auf einen Ganztagsplatz an Schulen geben.

„Die Schule benötigt für Unterricht und Nachmittagsbetreuung ganz einfach mehr Platz, und wir benötigen die zweite Grundstücksfläche, um dafür Abhilfe zu schaffen“, so Ottmann. Ein Neubau, der nicht mal den aktuellen Bedarf decken könne, mache schließlich wenig Sinn. „Mit Bürgermeister Christian Litzinger stehen wir in ständigem Austausch, um die Vorbedingungen endlich abzuschließen und die konkreten Planungen zu beginnen. In Kürze können wir dieses Kapitel hoffentlich hinter uns lassen.“

Hintergrund ist, dass Kreis und Stadt in den vergangenen Jahren verschiedene Überlegungen bezüglich eines Parkhauses und einer Schulerweiterung besprochen haben, zur jeweiligen Größe wie auch zum Finanzierungsmodell. Die Verhandlungen über die Grundstücke und die Grundstückslasten gestalteten sich seitens der Stadt Gelnhausen aber bis Ende des vergangenen Jahres weitgehend zäh. Ein Kaufangebot für die erforderliche Fläche von 500 Quadratmetern hatte der Main-Kinzig-Kreis bereits im Juni 2021 der Stadt übermittelt, die Stadtverordnetenversammlung gab noch im selben Jahr grünes Licht. Erst im Laufe des zweiten Quartals dieses Jahres aber wurde dem Main-Kinzig-Kreis nun ein Kaufvertragsentwurf vorgelegt, der aktuell seitens des Kreises finalisiert wird. Dass sich jetzt eine Fraktion im Stadtparlament hingestellt habe und den Grund für die lange Vorlaufzeit alleine beim Kreis sehe, „hat nicht nur in der Verwaltung des Landkreises für Verwunderung gesorgt“, sagte Winfried Ottmann.

Gleichwohl wirkt sich diese lange Vorlaufzeit auf den weiteren Zeitplan für das neue Klassenzimmerhaus aus. Der Doppelhaushalt des Main-Kinzig-Kreises ist seit Längerem verabschiedet und gibt somit die Investitionen des Kreises für dieses und das kommende Jahr vor. Durch die Hängepartie beim Thema Grundstückskauf in Gelnhausen hatte der Kreisausschuss die Prioritäten anders gesetzt. Ein Baustart für das Klassenzimmerhaus kann frühestens 2026 erfolgen. Man hätte viel weiter sein können, wenn es diese Hängepartie um die Grundstücksfrage nicht gegeben hätte, so Schuldezernent Ottmann: „Wenn der Kauf der Grundstücke in Kürze aber abgeschlossen ist, gehen wir die weiteren Planungsschritte natürlich direkt an.“


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