Mantarochen und ihre Erhaltung: Manta Trust im TSC-Clubheim

Gelnhausen
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Am 14.06.2024 stellte der Tauchsportclub Gelnhausen sein Clubheim in Hailer Meerholz für einen Vortrag der gemeinnützigen Organisation „Manta Trust“, die sich für den Schutz und die Erhaltung der imposanten Meerestiere einsetzt, zur Verfügung.

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Der Vortrag wurde von Conny Bretz und Niv Froman gehalten. Niv ist Biologe und immer wieder auch bei Forschungsfahrten dabei, die man auch als Taucher mitmachen kann. Auf diesen Fahrten lernt man durch Vorträge über das Leben der Mantas und hilft bei täglichen Tauchgängen, die Tiere zu katalogisieren, indem man sie fotografiert. Findet man bei solch einem Tauchgang ein Tier, welches noch nicht in der Datenbank zu finden ist, darf man ihm sogar einen Namen geben. In der Präsentation ging es um die Frage, was Mantas eigentlich sind (es handelt sich um Fische) und zu welcher Gruppe sie gehören (zu den Haien). Es gibt zudem 3 Arten von Mantas: 1. Riffmantas, 2. Ozeanmantas und, ganz neu entdeckt, Karibikmantas, eine Kreuzung aus den anderen beiden Arten.

Mantas sind erst mit 15 Jahren geschlechtsreif und paaren sich nur alle 5-7 Jahre. Das ist der Grund, warum die Populationen so rasend schnell abnehmen. Mantas werden durch Orcas und Tiegerhaie bedroht, doch die größte Bedrohung ist die kommerzielle Fischerei des Menschen. Gerade in China werden eigentlich unbrauchbare Teile, wie die Barthaare, mit denen der Manta das Plankton aus dem Wasser fischt, als heilende Medizin verkauft. Mantas landen außerdem oft auch als Beifang in Fischernetzen und sterben dadurch, denn denn die Tiere müssen schwimmen, um Luft zu bekommen. Manta Trust möchte erreichen, dass Mantas auch in anderen Gebieten wie Indien und Thailand, nicht mehr gefischt werden dürfen. Gerade in diesen Regionen ist der Bedarf der Bevölkerung sehr groß.

Mantas sind mittlerweile stark gefährdet, trotz Fangverbot seit 2014 auf den Malediven und in Indonesien. Manta Trust wurde 2012 gegründet und arbeitet seither mit Regierungen und anderen Schutzorganisationen zusammen, um die Tiere zu schützen und Aufklärung zu betreiben. Sie gehen in Schulen und erzälen Kindern von der Notwendigkeit des Schutzes, nehmen diese mit ins Wasser und zeigen ihnen, was dort alles lebt und wie wichtig die Artenvielfalt für den Umweltschutz ist.

Wichtig für die Tiere sind zudem sogenannte Putzerstationen an Korallenriffen, die ihnen zur Reinigung und Krankenpflege dienen. Sind die Tiere verletzt worden, helfen Putzerfische entscheidend mit, die Wunden zu reinigen und zu pflegen. Das ist eine Voraussetzung für ihr Überleben. Da Taucher mit ihrem Sport in die Lebensräume der Tiere eindringen ist es daher von besonderer Wichtigkeit, sich hinsichtlich Artenschutz und umweltschonenden Tauchtechniken weiterzubilden, was der Verein mit Aktionen wie diesen unterstützt. Der Vortrag erstreckte sich über etwa 1,5 Stunden und wurde von den Teilnehmenden als sehr kurzweilig empfunden. Immer wieder wurden kleine Videos eingespielt und Fakten lebendig von Conny und Niv mit kleinen Storys aus dem Erlebten untermauert.

Im Anschluss an den Vortrag konnte man mit HIlfe einer Reality Brille das Gefühl vom Tauchen mit Mantas und Walhaien erleben oder auch kleine Merchandise Stücke erwerben.

mantarochengelnhausen az


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