Umweltpolitische Themen: Windkraft und Ökopunkte

Gelnhausen

Auf die Tagesordnung der Gelnhäuser Stadtverordnetenversammlung kommen vermutlich noch in diesem Jahr zwei umweltpolitische Themen.

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Eine Teilfläche des Stadtwaldes soll stillgelegt und dafür Ökopunkte in Anspruch genommen werden. Zudem wird derzeit eine finanzielle Beteiligung an den Windkraftanlagen im Wächtersbacher Stadtteil Neudorf geprüft.

Das Ökopunkte-System funktioniert folgendermaßen: Für Bauprojekte müssen in der Regel Ausgleichsflächen geschaffen werden. Anstatt selbst Waldflächen oder Streuobstwiesen anzulegen, können Unternehmer oder Bauherren, aber auch beispielsweise Straßenbauverwaltungen oder die Deutsche Bahn, inzwischen Ökopunkte für ihre Bauvorhaben bei Kommunen kaufen, die diese Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen quasi im Voraus vorgenommen haben. Die Punkte werden seit 2005 von der hessischen Ökoagentur gesammelt und verwaltet.

Unumstritten ist das Projekt allerdings nicht: Zahlreiche Kommunen sitzen teilweise auf Millionen von Ökopunkten, der Markt dafür ist meist nur rund um Ballungszentren interessant. Die Stadt Frankfurt legt sich beispielsweise einen Vorrat an Ökopunkten an, um den Flächenverbrauch im eigenem Stadtgebiet auszugleichen. Der Preis pro Ökopunkt variiert zwischen 20 und 40 Cent. In Gelnhausen sollen zirka sieben Prozent des 700 Hektar großen Stadtwaldes stillgelegt werden. Diese Fläche muss dann komplett der Natur überlassen werden und darf erst wieder genutzt und bewirtschaftet werden, wenn dort kein natürliches Leben mehr vorhanden ist.

Geprüft wird in der Gelnhäuser Stadtverwaltung zudem derzeit die finanzielle Beteiligung an den Windkraftanlagen im Wächtersbacher Stadtteil Neudorf. Laut Bürgermeister Thorsten Stolz fragt der dortige Projektleiter derzeit die umliegenden Kommunen ab, ob sie sich einen Einstieg vorstellen könnten. „Am Ende ist das ein reines Rechenmodell“, müsse laut Stolz in Gelnhausen jetzt geprüft werden, ob ein Engagement aus finanzieller Sicht Sinn mache. Der Rathauschef könnte sich beispielsweise ein interkommunales Projekt mit mehreren Städten und Gemeinden vorstellen. Der Bau von eigenen Windkraftanlagen auf dem Gebiet der Barbarossastadt sei aufgrund ungünstiger Lagen dagegen kein Thema.


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