Freibad Gelnhausen: Herkunft der Tatverdächtigen nicht ausschlaggebend

Gelnhausen

Die SPD Gelnhausen ist laut einer Pressemitteilung alarmiert von den Vorfällen sexualisierter Gewalt durch Männer im Gelnhäuser Freibad (wir berichteten). Dabei ist aus Sicht der Ortsvereinsvorsitzenden und stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden Susanne Turlach nicht in erster Linie die Herkunft der Tatverdächtigen ausschlaggebend:

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"Es geht um sexualisierte Gewalt die von Männern gegenüber Frauen ausgeübt wurde und im Nachhinein leider von Männern, die diese Frauen schützen sollten, bagatellisiert wird. Das lässt die betroffenen Frauen im Stich und nimmt sie gleichzeitig nicht ernst. Dies lässt sich zumindest den Äußerungen des Bürgermeisters Litzinger, aber auch des Schwimmmeisters entnehmen. Das in Rede stehende Verhalten der Tatverdächtigen lässt sich mit den hohen Temperaturen nicht verharmlosen, sondern hat etwas mit der noch immer vorhandenen Grundeinstellungen vieler, natürlich nicht aller Männer zu tun. Es ist uns wichtig, dass dieser Sachverhalt klar benannt wird, denn nur so kann sich in Zukunft etwas ändern. Wir möchten, dass sich Frauen und Mädchen in der Öffentlichkeit sicher fühlen und frei bewegen können."

Aus Sicht der Gelnhäuser Genossinnen und Genossen hätte eine solche Eskalation vermieden werden können, denn: „Im März 2025 gab es von der FDP-Fraktion diesbezüglich einen Antrag. Mögliche präventive Maßnahmen hätten im Sozialausschuss beraten werden können", so die Vorsitzende Birgit Jakob-Wegner. Einzig die SPD-Fraktion hat in der Stadtverordnetenversammlung einem Antrag der FDP zur Verbesserung der Sicherheitsmaßnahmen im Freibad Gelnhausen zugestimmt. Hintergrund des Antrags waren Erkenntnisse aus der Vergangenheit – insbesondere im Zusammenhang mit Vorfällen während der Flüchtlingszuwanderung aus dem Balkankonflikt –, die deutlich machten, dass präventive Maßnahmen im Sinne aller Badegäste erforderlich sind.

"Obwohl der Antrag sachlich fundiert war und unter anderem auf bewährten Konzepten aus vergleichbaren Kommunen basierte, wurde die Umsetzung durch Bürgermeister Christian Litzinger aktiv behindert. Seine einseitige Darstellung der Fakten führte offenbar dazu, dass sich CDU und weitere Fraktionen dem Vorschlag verschlossen. Aus Sicht der Antragsteller haben sich diese Stadtverordneten von Falschinformationen und Fehleinschätzungen des Bürgermeisters beeinflussen lassen, anstatt objektiv über die tatsächliche Sicherheitslage zu diskutieren. Es ist bedauerlich, dass ein konstruktiver Vorschlag zur Erhöhung der Sicherheit – getragen von der SPD und initiiert von der FDP – nicht umgesetzt wurde, weil parteipolitische Reflexe und irreführende Darstellungen den sachlichen Diskurs überlagert haben. Die Sicherheit aller Badegäste verdient eine Politik, die zuhört, nicht wegschaut“, so Fraktionsvorsitzender Rudi Michl.

Die Ablehnung des Antrags stelle aus Sicht vieler Bürgerinnen und Bürger einen Rückschritt für die öffentliche Sicherheit dar und lässt Fragen offen, wie ernst der Bürgermeister tatsächliche Sorgen nehme. "Nach dem Vorfall wurde deutlich, dass die Prävention für die Sicherheit der Besucherinnen und Besucher des Freibads vernachlässigt wurde. Wäre es zum Dialog im Sozialausschuss gekommen, hätten Maßnahmen getroffen werden können, um das Ausmaß des Vorfalls zu reduzieren“, sind sich Jakob-Wegner und Michl einig. Jetzt gehe es um die gründliche Aufarbeitung des Vorfalls. "Viele Fragen stehen nun im Raum und politische Entscheidungen müssen nun getroffen werden, damit sich solche Vorfälle nicht wiederholen“, so Rudi Michl abschließend.


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