Nach den mutmaßlichen sexuellen Belästigungen im Freibad Gelnhausen wird der Druck auf Bürgermeister Christian Litzinger (CDU) immer größer. Vorgeworfen wird ihm unter anderem eine Verharmlosung des Vorfalles, außerdem soll er die Sicherheit im Freibad politisch nicht richtig eingeschätzt haben (wir berichteten). Mit einer Petition wird nun der Rücktritt von Litzinger gefordert.
Initiiert hat die Petition der Verein „Kinderseelenschützer“ aus Bochum, Anlass ist demnach vor allem die Aussage von Litzinger in einem Fernseh-Interview ("Bei hohen Temperaturen liegen die Gemüter manchmal blank"). Auch die inzwischen freigestellte Leitung des Freibades Gelnhausen soll nicht richtig reagiert haben. „Kinder und Jugendliche brauchen unseren besonderen Schutz. Sie brauchen Stimmen, die sich vor sie stellen und sexuelle Übergriffe nicht damit legitimieren wollen, dass die Hitze schuld sei. Da fehlt es dem Bürgermeister an Rückgrat und Haltung! Aus diesem Grund fordern wir den sofortigen Rücktritt“, so der Verein, der gemäß Namensgebung Betroffenen eine ernst gemeinte Plattform und Kindern eine Lobby und eine Stimme geben will.
Gefordert wird zudem eine lückenlose Aufklärung der Vorwürfe hinsichtlich der personellen Fehleinschätzung und des daraus resultierenden Fehlverhaltens, volle Solidarität und Unterstützung für die Opfer dieser Übergriffe sowie Schutz vor weiteren Übergriffen und auch präventive Maßnahmen, damit die Opfer nicht eingeschüchtert werden. Zudem harte strafrechtliche Konsequenzen inklusiver Prüfung, ob die Voraussetzungen vorliegen die syrischen Tatverdächtigen unmittelbar abzuschieben.
Litzinger hatte bereits auf die Vorwürfe reagiert und für Dienstagabend eine Sondersitzung des Magistrats der Stadt Gelnhausen angekündigt, in der unter anderem über zusätzliches Sicherheitspersonal für das Freibad gesprochen werden sollte. Am Mittwochabend soll der Präventionsrat der Stadt Gelnhausen tagen, am Donnerstag dann das Präsidium der Stadtverordnetenversammlung. Zudem hat er angeordnet, dass die Stadtpolizei das Personal im Freibad Gelnhausen unterstützt.
Nicht reagiert hat Litzinger bislang auf den Vorwurf, einen Antrag in der Stadtverordnetenversammlung im Frühjahr 2025 für mehr Sicherheit im Freibad abgelehnt zu haben (wir berichteten).
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