Nach den mutmaßlichen sexuellen Übergriffen im Freibad Gelnhausen im Juni werden die Ermittlungsergebnisse von Polizei und Staatsanwaltschaft weiterhin mit Spannung erwartet. Parallel gibt es aber noch weitere Verfahren – und zwar wegen den verbalen Attacken gegen den Gelnhäuser Bürgermeister Christian Litzinger (CDU).
Während diesen Debatten sah sich Litzinger allerdings nicht nur deutlicher Kritik ausgesetzt, sondern auch Anfeindungen, die nun strafrechtlich relevant werden könnten. Wie die Staatsanwaltschaft Hanau bestätigte, laufen aktuell 18 Verfahren wegen Bedrohung, Beleidigung oder Verleumdung zum Nachteil des Gelnhäuser Bürgermeisters. Dieser hatte angekündigt, jede Drohung gegen seine Familie und seine Person zur Anzeige zu bringen. "Ob in den sozialen Netzwerken, per Brief, E-Mail oder persönliche Drohungen, wir werden mit aller Härte dagegen vorgehen", hatte er am 4. Juli in einem inzwischen gelöschten Facebook-Post erklärt.
Laut Staatsanwaltschaft liegen jetzt 18 Strafanträge vor, die zum Teil auf Anzeigen von Litzinger beruhen, die Ermittlungsbehörden sollen aber auch eigene Verfahren eröffnet haben, nachdem ihnen strafrechtlich relevante Aussagen gegen Litzinger bekannt wurden. Aktuell werden nun die Verfasser ermittelt, für die ihre Aussagen noch ein juristisches Nachspiel haben könnten.