In Die Heinrich-Sauer & Josef-Schmidt-Stiftung hat auch in diesem Jahr ihren traditionellen Spendenmarathon im Main-Kinzig-Kreis durchgeführt.
Mitglieder des Stiftungsvorstandes um den Vorsitzenden Michael Bierwerth besuchten die Frauenhäuser in Wächtersbach und Hanau, die Hanauer Hilfe e. V. sowie Lawine e. V. in Hanau. Mit allen Einrichtungen arbeitet die Stiftung seit vielen Jahren vertrauensvoll zusammen. Vor Ort überreichte die Stiftung 5.000 Euro an das Frauenhaus Wächtersbach, 5.000 Euro an das Frauenhaus Hanau und 5.000 Euro an Lawine e. V.; die Hanauer Hilfe e. V. erhielt 2.500 Euro. Zudem wurden dem Stadtladen Gelnhausen ebenfalls 2.500 Euro überreicht. Insgesamt wurden damit auch in diesem Jahr 20.000 Euro bereitgestellt.
„Der direkte Kontakt und der Austausch mit den Einrichtungen ist uns besonders wichtig. Wir sehen vor Ort, wo die Herausforderungen liegen, und können unsere Unterstützung gezielt einsetzen“, betonte Michael Bierwerth. Auch über den Marathon hinaus unterstützt die Stiftung jedes Jahr weitere Einrichtungen und Projekte in der Region, darunter, die Telefonseelsorge im Main-Kinzig-Kreis sowie auch überregional die Alzheimer-Forschung.
Im Frauenhaus Wächtersbach zeigt sich aktuell eine besonders hohe Auslastung: Bereits jetzt wurden so viele Fälle betreut wie im gesamten vergangenen Jahr. Derzeit leben 19 Frauen und 16 Kinder im Haus. Die Zahl der Beratungsanfragen steigt weiter an, erschwert wird die Arbeit zusätzlich durch den angespannten Wohnungsmarkt in der Region. Für viele Bewohnerinnen ist es kaum möglich, eine geeignete Anschlussunterkunft zu finden.
Neben der akuten Unterstützung legt das Team des Frauenhauses großen Wert darauf, Frauen und Kindern Freiräume und Entwicklungsmöglichkeiten zu schaffen. So bietet das neu errichtete Kinderspielhaus Platz für Hausaufgaben und Rückzug. Auch Freizeitmaßnahmen wie eine Fahrt an den Edersee oder Schwimmkurse für Frauen konnten realisiert werden – teilweise mit Unterstützung der Stiftung. Darüber hinaus sollen die Präventionsangebote, etwa in Kooperation mit der Polizei, weiter ausgebaut werden.
Die Hanauer Hilfe verbindet Opferberatung mit Täterarbeit. Neben Angeboten wie Täter-Opfer-Ausgleich oder Begleitung von Zeug:innen wurde die Zusammenarbeit mit der Polizei weiter intensiviert. Die Betroffenen sind sehr unterschiedlich: So reichte die Spannweite zuletzt von einer jungen Mutter bis zu einem 86-jährigen Ehepaar, das Opfer eines Enkeltricks wurde. Ein weiterer Schwerpunkt lag in Workshops zur Gewaltprävention, etwa in Kooperation mit dem Behindertenwerk Main-Kinzig. Auch das Thema Gewalt gegen Männer rückt stärker in den Fokus, unter anderem durch den Aktionstag am 19. November.
Auch das Frauenhaus in Hanau meldet unverändert hohe Fallzahlen, ein „Sommerloch“ blieb aus. Neben Schutz und Beratung spielen Ausflüge und Freizeitangebote eine wichtige Rolle, zugleich bleibt die Wohnungssuche auch in Hanau eine der größten Herausforderungen. In den Gesprächen standen die Auskreisung der Stadt Hanau, Aufenthaltsgenehmigungen sowie die nachhaltige Finanzierung im Mittelpunkt. Mit der Betreuung von Frauen aus Hanau, Offenbach und dem Main-Kinzig-Kreis deckt die Einrichtung ein breites Einzugsgebiet ab. Für entlegenere Orte werden Beratungen zunehmend telefonisch oder per Video angeboten.
Der Verein Lawine e. V. setzt mit Präventionsarbeit und Projekten wichtige Akzente in der Gewaltvermeidung. In diesem Jahr konnten bereits acht Präventionsprojekte umgesetzt werden, weitere Anfragen für 2026 liegen vor. Gleichzeitig arbeitet der Verein intensiv daran, seine Strukturen langfristig zu sichern.
Die Spendenübergabe an den Stadtladen Gelnhausen erfolgte in einem gesonderten Termin. Vor Ort überreichten die Stiftungsratsmitglieder Krista Wurche und Werner Müller den symbolischen Scheck in Höhe von 2.500 Euro an Silvia Grimm-Kilchenstein und Pfarrer Rainer Schomburg von der Evangelischen Kirchengemeinde Marienkirche. Der Stadtladen bietet mit seiner offenen Café-Atmosphäre einen wichtigen Ort der Begegnung in Gelnhausen: Hier können Menschen unkompliziert miteinander ins Gespräch kommen, Gesellschaft finden oder Unterstützung bei Alltagsfragen erhalten. Zudem richtet die Stiftung im Stadtladen ihre monatliche Bürgergeld-Sprechstunde aus. Ratsuchende erhalten dort Unterstützung bei allen Fragen rund um das Bürgergeld und im Bedarfsfalle auch Hilfe beim Schriftverkehr oder bei Terminen mit Behörden. Für Pfarrer Schomburg, der die Gemeinde zum 1. Oktober verlässt, war die Spendenübergabe zugleich ein besonderer Abschiedsmoment.
„Die Arbeit dieser Einrichtungen ist ein unverzichtbarer Bestandteil der sozialen Infrastruktur im Main-Kinzig-Kreis. Mit dem Spendenmarathon wollen wir nicht nur finanzielle Unterstützung geben, sondern auch den persönlichen Austausch pflegen und die wertvolle Arbeit würdigen“, so Bierwerth abschließend.
Weitere Informationen zur Heinrich-Sauer & Josef-Schmidt-Stiftung und zur Möglichkeit der Unterstützung finden Sie unter: www.sauer-schmidt-stiftung.de





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