Verheerende Monsun-Katastrophe in Nepal löst herbe Verluste aus

Gelnhausen

„Ich rannte mit meinem Sohn im Regen und in der Dunkelheit. Wir hörten unsere Ziegen und Büffel schreien, aber wir konnten ihnen nicht helfen. Erst am Morgen sahen wir, dass unsere Viehställe und Felder fast vollständig vom Erdrutsch vernichtet waren. ... Jetzt haben wir immer noch Angst, dass wir eine weitere solche Katastrophe nicht überleben werden.“

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Während die deutschen Medien größtenteils von gestrandeten Touristen auf dem Mt. Everest berichteten, ereilte Tausende von Familien im Osten Nepals ein viel dramatischeres Schicksal. Unglaublich heftige Regenfälle – mehr als doppelt so viel Wasser wie bei "extrem stark" eingestuften Regenfällen – lösten verheerende Erdrutsche aus. Im Bezirk Ilam kamen dabei Dutzende von Menschen ums Leben, auch im angrenzenden Bezirk Pachthar gab es zahlreiche Todesfälle. Viele verloren fast alles, was sie besitzen. Die Infrastruktur ist weitestgehend zerstört und die Bezirke dadurch vom Rest des Landes abgeschnitten; viele Ernten sind vollständig vernichtet, inmitten der Haupt-Erntesaison ein herber Verlust.

Das integrative Kinderzentrum von Helping Hands e.V., Gelnhäuser Verein für Entwicklungszusammenarbeit, liegt mitten im am stärksten betroffenen Gebiet. Dort hatte sich in den letzten Jahren schon einiges positiv verändert: Kinder haben durch das Kinderzentrum eine echte Chance auf gute Bildung; Familien haben sich kleine Gewerbe aufgebaut, Gärten und Felder angelegt, ihre Viehzucht optimiert und so nach und nach ihr Einkommen so sehr verbessert, dass sie greifbare Hoffnung für die Zukunft gefasst haben.

Die extremen Regenfälle und Erdrutsche – die sich mitten in der Nacht während Dashain, dem wichtigsten nepalesischen Fest, ereigneten – haben viele dieser Träume zunichte gemacht. Zwar gab es in den Dörfern des Kinderzentrums keine Todesfälle, aber die meisten Familien des integrativen Kinderzentrums haben große Verluste erlitten. Mehrere Häuser und Ställe sind komplett zerstört oder sehr stark beschädigt; fast alle Familien haben ihre Ernte und Teile ihrer Grundstücke verloren. Auch eines der Gebäude, in denen der Unterricht stattfindet, ist potentiell einsturzgefährdet, falls die starken Regenfälle andauern.

Nun stehen die Familien vor großen Herausforderungen. Die positiven Entwicklungen der letzten Jahre durch das integrative Kinderzentrum hatten ihnen viel Hoffnung gegeben, dass sie ihren Kindern tatsächlich eine gute Zukunft ermöglichen können. Aber jetzt wagen viele nicht mehr, an diesen Traum zu glauben. Der Gelnhäuser Verein Helping Hands e.V. möchte die Familien des Kinderzentrums in dieser Lage nicht allein lassen und vor allem die Haushalte, die ihre Ernte, Felder oder Ställe verloren haben, beim Neuanfang begleiten. Dafür benötigen sie Ihre Unterstützung!

Wenn Sie die von der Monsun-Katastrophe betroffenen Familien in Nepal unterstützen und in ihre Zukunft investieren möchten, dann spenden Sie bitte mit Vermerk "Nepal Katastrophenhilfe" auf das Konto von Helping Hands e.V. (IBAN DE56 5075 0094 0000 022394) bei der Kreissparkasse Gelnhausen oder online: https://helpinghandsev.org/spenden/. Weitere Informationen bekommen Sie online (https://helpinghandsev.org) oder per Telefon (06051 832892).

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