Syrische Flüchtlinge sind in Gelnhausen angekommen

Gelnhausen

Kurz vor 13 Uhr kam der Reisebus in Gelnhausen an. Er brachte acht syrische Flüchtlinge mit einigen Koffern und Taschen aus der Sammelunterkunft Friedland bei Göttingen in den Main-Kinzig-Kreis.

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Ein renoviertes Haus in der Nähe des Bahnhofes soll nun für die beiden Familien zur neuen Heimat werden. Es sind die ersten von der Bundesregierung anerkannten syrischen Flüchtlinge in Hessen.

Einige Landsleute, die bereits vor Wochen und Monaten aus Syrien geflohen waren, sind ebenfalls in dem Gebäude untergebracht. Sie packten an beim Einzug mit an und erkundigten sich auch gleich nach der Situation in der Heimat. Außerdem halfen sie den neuen Bewohnern, sich in der fremden Umgebung zurecht zu finden.

Der Main-Kinzig-Kreis hatte die Unterkunft gemeinsam mit der Stadt Gelnhausen ausgewählt und hergerichtet. Nun erwarteten eine Übersetzerin und die Mitarbeiterin des Bereichs „Hilfe für Migranten“ des Kreissozialamtes auf die Bürgerkriegsflüchtlinge. Nach der ersten Orientierung mussten die nötigen Formalitäten erledigt werden, um die gesetzliche Betreuung und Unterstützung zu sichern.

Von ihrem Aufenthalt in Friedland brachten die beiden Familien bereits einige Formulare mit. Eine 34jährige Frau regelte die Angelegenheiten für ihre jüngere Schwester sowie die 70jährige Mutter. Ein 35jähriger Familienvater kümmerte sich um die Belange seiner Frau, der beiden Kinder sowie der Schwiegermutter. Vor der Tür des Besprechungszimmers warteten bereits die anderen Kinder, um die neuen Bewohner kennen zu lernen.

Im ersten Gespräch schilderten die Flüchtlinge die Anstrengungen der langen Reise und die vielen neuen Eindrücke. Ob sie noch einmal umziehen müssen, lautete dann auch die wichtigste Frage. Doch für die nächste Zeit wird Gelnhausen ihre neue Heimatstadt sein und hier sollen sie sich zu Hause fühlen. Hilfe bei der Eingewöhnung leistet Sigrid Fillsack von der Diakonie, die täglich in der Unterkunft vorbeischaut. Auch der Hausverwalter ist gleich um die Ecke. Außerdem bietet der Main-Kinzig-Kreis unter anderem mit seinem Integrationsbüro Unterstützung an.

Die tägliche Bedürfnisse, ein Platz im Kindergarten, in der Schule oder auch ein Sprachkurs könnten die nächsten Aufgaben sein. Gefragt nach ihren Gefühlen und Wünschen in diesem Augenblick antwortet die 34jährige: „Ausruhen“. „Ein neues Leben beginnen“, sagt der Familienvater und seine Schwiegermutter ergänzt „Freiheit“. 

Hintergrund: Das Bundesinnenministerium hat im März 2013 aufgrund des Bürgerkrieges in Syrien die vorübergehende Aufnahme von 5.000 Flüchtlingen aus humanitären Gründen bekanntgegeben. Mit der am 30. Mai 2013 erlassenen Aufnahmeanordnung sind die Kriterien konkretisiert worden. Das Programm gilt ganz überwiegend für Personen, die sich bereits im Libanon aufhalten und dort bis zum 31. März 2013 als Schutzsuchende registriert worden sind. Die Verteilung erfolgt grundsätzlich nach einer definierten Quote. Bezogen auf die Zahl 5.000 sind das für den Main-Kinzig-Kreis 28 Personen. Am 11. September kamen die ersten 107 syrischen Flüchtlinge in Deutschland an. Über die Erstaufnahmeeinrichtung Friedland führte der Weg für zwei Familien nun nach Gelnhausen.


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