Einen Kunstdruck aus dem Jahre 1890 nach einem Gemälde des Malers Anton von Werner für die Aula der Kieler Gelehrtenschule von 1870 hat Doris Simon aus Gelnhausen (jetzt Seniorenzentrum Gründau-Lieblos) an die Evangelischen Gemeinde Marienkirche, Gelnhausen, gestiftet.
Das Originalgemälde wurde 1944 im II. Weltkrieg zerstört, insofern haben die Kopien heute eine besondere Bedeutung. Es wurde Anfang dieses Jahres übergeben, schreibt Peter Völker im Auftrag von Frau Simon und der Familie.
Der Kunstdruck, der Martin Luther vor dem Reichstag in Worms zeigt, stammt aus der Familie Luther in Schmalkalden/Thüringen. Emilie Clementine Völker, geb. Luther, brachte es aus dem Familienbesitz nach ihrer Heirat mit dem Hauptlehrer an der Volksschule, Gründau-Rothenbergen, und langjährigen Organisten an der Bergkirche, Niedergründau, Konrad Völker, mit nach Rothenbergen. „Ich entsinne mich, dass wir als Kinder ab und zu von meiner Großmutter an der Hand gehalten im Wohnzimmer vor dem Bild standen und es ehrfürchtig betrachten sollten“, so Völker weiter. „Sie strahlte dann.“
Noch zu ihren Lebzeiten ging das Bild Mitte der 50er Jahre des letzten Jahrhunderts in das Eigentum ihrer Tochter Anneliese Simon, geb. Völker, Gelnhausen, und nach deren Tod auf deren Tochter Doris Simon über, die es aufwendig restaurieren ließ. Diese hat es nun im Gedenken an ihre Großmutter und Mutter gestiftet. Es ist ihr innigster Wunsch, dass das Bild „in gute Hände“ kommt.

Luther vor dem Reichstag in Worms.
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