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Doch das erwartete Ergebnis bleibt aus: Keine Kinder rennen lärmend aus dem Schulgebäude, froh, einen weiteren Schultag hinter sich zu lassen.

Über dreihundert Mädchen und Jungs sind seit dem frühen Morgen hier, haben auf den wackeligen Schulbänken gesessen, gespannt ihren Lehrern gelauscht, sich zur Pause im Schulhof getummelt und mittags eine nahrhafte Mahlzeit genossen. Ein langer, sicherlich für die meisten auch anstrengender Schultag – aber nun, um Viertel nach drei, möchte trotzdem niemand nach Hause gehen.

Im Treppenhaus, auf dem Schulhof und in der Gasse vorm Schultor versammeln sie sich in kleinen oder größeren Grüppchen, spielen Fußball mit allem, was rollen kann, plaudern und lachen zusammen, suchen sich Lehrer, aus denen sie noch weiteres Wissen quetschen können, oder sitzen einfach nur da – froh, an einem sicheren, beschützten Ort zu sein. Nach Daheim zieht es niemand.

Erst etwa zwei Stunden nach Schulschluss nehmen die Kinder zögerlich ihre zerschlissenen Taschen und wandern langsam durch die Gassen des Elendsviertels nach Hause. „Zuhause“ – das ist für manche eine selbstgebastelte Wellblechhütte, für andere ein Stück Platz in einer der dürftigen Behausungen am Straßenrand. Wenige finden bei ihrer Heimkehr das, was ein Schulkind zuhause vorfinden sollte: genug zu essen, ordentliche Hygiene, Liebe, Anerkennung, Schutz.

Wenn sie dann am nächsten Morgen wieder in die Arche-Schule kommen, sind die Kinder aus Kariobangi hungrig – aber nicht nur auf eine gute Mahlzeit; sie hungern nach Sicherheit, nach Wertschätzung, nach einem Ort, an dem sie unbekümmert Kind sein dürfen. „Die Arche ist für diese Kinder ein Zufluchtsort“, betont Bentina, die Schulleiterin. „Hier erhalten sie die nötige Nahrung und Schutz, sie haben Freunde – diese Kinder sind viel lieber in der Schule als zuhause.“

Trotz enger, dunkler, oft überhitzter Klassenzimmer, trotz unbequemer Schulbänke, trotz fehlender Schulbücher und nur dem allernötigsten Schulmaterial – die Schüler sind mit Begeisterung dabei. „Die Kinder lieben es zu lernen, sie wollen wirklich unbedingt lernen!“, erklärt Emily, Lehrerin der 3. Klasse. Weil sie wissen, dass Lernen ein Privileg ist.

Diese Bildung erhalten an der Arche-Schule dank Patenschaften und Einzelspenden auch solche Kinder, deren Familien sich kaum oder gar kein Schulgeld leisten können. Das sind seit Corona leider deutlich mehr als früher. Durch verschiedene Maßnahmen – vor allem das „Kleinstunternehmen-Projekt“ für Mütter – hofft das Arche-Team, die Familien wirtschaftlich so zu fördern, dass sie zunehmend die Kosten für die Bildung ihrer Kinder übernehmen können.

Helping Hands e.V. unterstützt die Arche Schule seit knapp 20 Jahren; seit 2022 vermitteln sie Patenschaften für Kinder an der Arche-Schule – denn bis die Arche finanziell selbsttragend wird, ist noch ein langer Prozess nötig, und jede Patenschaft hilft, dass ein Kind durch Bildung seine oder ihre Lebenssituation verändern kann!

Falls auch Sie die Kinder und Familien an der Arch-Schule unterstützen möchten, übernehmen Sie eine Patenschaft (https://helpinghandsev.org) oder spenden Sie bitte mit Vermerk „Kenia Arche Schule“ auf das Konto von Helping Hands e.V. (IBAN DE56 5075 0094 0000 022394) bei der Kreissparkasse Gelnhausen oder online: https://helpinghandsev.org/spenden/

schluschlusshelpinghan ah


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