Wohnungen für Senioren im Kaufhaus JOH geplant

Gelnhausen

Für das ehemalige Kaufhaus JOH in Gelnhausen liegen neue Pläne auf dem Tisch. Laut Informationen dieser Zeitung sollen mit Unterstützung einer Investorengruppe die oberen Stockwerke des Gebäudes in Senioren-Wohnungen umgewandelt und im Erdgeschoss Einzelhandelsgeschäfte angesiedelt werden.

Morgenpost
Kreiswerke Main-Kinzig

kaufhaus johausEntworfen hat diese Pläne Architekt Manfred Reker aus dem Hochsauerlandkreis, der ein ähnliches Projekt bereits seit Jahren in Meißen umsetzen will.

In der sächsischen Stadt will Reker ein ehemaliges Gasthaus („Hamburger Hof“) in ein Altenheim mit 120 Plätzen umwandeln. Laut Sächsischer Zeitung (SZ) fanden im Oktober 2013 letztmals Gespräche mit der Bauverwaltung von Meißen statt, bei denen Reker einen neuen Investor präsentiert habe, mit dem sein Konzept für die Sanierung des Hamburger Hofes umgesetzt werden soll. Diese Pläne liegen laut SZ allerdings bereits seit Jahren vor, seien aber bisher nicht umgesetzt worden, weil immer wieder Investoren abgesprungen seien. Seit Oktober hat es laut SZ-Redaktion keine neuen Entwicklungen in Meißen bezüglich dieser Pläne gegeben.

Auf Anfrage bestätigte Reker jetzt, dass er sich ein ähnliches Projekt auch im ehemaligen JOH-Gebäude in der Gelnhäuser Innenstadt vorstellen könnte. „Mehr möchte ich dazu aber zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen“, wolle er weitere öffentliche Äußerungen nur in Absprache mit seinen Verhandlungspartnern treffen. Einer davon sei der Gelnhäuser Bürgermeister Thorsten Stolz, der auf der jüngsten Stadtverordnetenversammlung bereits überraschend verkündet hatte, dass es intensive Gespräche mit einem privaten Projektentwickler für das ehemalige Kaufhaus JOH gäbe, dabei aber keine Namen genannt. Dieser Projektentwickler soll laut Stolz allerdings in den Gesprächen mit der Hypovereinsbank bereits ein konkretes Angebot auf den Tisch gelegt haben. Reker bestätigte jetzt, dass er mit den Grundstückseigentümern und der Bank verhandelt, für eine Prognose über das Ergebnis sei es allerdings noch zu früh. Ob bereits eine Einigung in Sicht ist oder es doch, wie von einigen Insidern vermutet, nur über den Weg der Zwangsversteigerung zu einem Eigentümerwechsel kommen kann, werden die nächsten Wochen zeigen.

Danach wird sich auch klären, was genau Architekt Manfred Reker in Gelnhausen plant. Altersgerechte Wohnungen könnten es angeblich werden, die oberen Stockwerke des ehemaligen Kaufhauses JOH sollen dafür umgebaut werden. Im Erdgeschoss könnten wieder Einzelhandelsgeschäfte einziehen, auch gastronomische Angebote sollen zu den Plänen gehören. Am Parkplatz des ehemaligen Kaufhauses in der Hailerer Straße gegenüber vom Triangulum hatte unterdessen die Stadt bereits Interesse geäußert, bislang liegen die Preisvorstellungen aber offenbar noch weit auseinander.

Das Kaufhaus JOH hatte am 18. September 2013 nach über 250 Jahren für immer seine Türen in Gelnhausen geschlossen, seit dem steht das Gebäude im Ziegelhaus mit einer Gesamtfläche von zirka 12.600 Quadratmetern leer. Auch die Filialen in Friedberg und Zwickau wurden geschlossen, nachdem das Unternehmen Anfang Mai einen Insolvenzantrag gestellt hatte.


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