Bürgermeister Thorsten Stolz könnte sich eine temporäre Sperrung des Obermarktes in Gelnhausen für den Durchgangsverkehr bei Veranstaltungen vorstellen.
„Wir müssen uns grundsätzliche Gedanken machen“, hat sich der Rathauschef nach seinem Urlaub über die Situation am Palmsonntag in der Barbarossastadt während seiner Abwesenheit informiert. Eine Anwohnerin hatte Fotos vom zugeparkten Obermarkt auf Facebook veröffentlicht und damit eine Diskussion in Gang gebracht. Die CDU forderte zuletzt sogar eine komplette Sperrung des Obermarktes für den Verkehr.
Soweit will Stolz nicht gehen: „Der Obermarkt ist auch ein Verkehrsknotenpunkt in Gelnhausen mit öffentlichen Einrichtungen und Kindertagesstätten“, hält er diesen Vorschlag für schwer umsetzbar. Bei Veranstaltungen wie den Gartenwelten am Palmsonntag oder den Weihnachtsführungen könnte er sich aber durchaus eine Sperrung für den Durchgangsverkehr vorstellen. Nur Anwohner dürften dann noch auf den Obermarkt fahren. „Wir werden jetzt in aller Sachlichkeit und ohne Polemik die Situation analysieren“, will er nach seiner ausführlichen Medienlektüre und Gesprächen mit den Verwaltungsmitarbeitern in der nächsten Woche auch noch eine Einschätzung von Matthias Däumler, Veranstalter der „Gartenwelten“ im Stadtgarten, hören.
Viele Besucher dieser beliebten Ausstellung parkten nämlich am Palmsonntag auch auf dem Obermarkt, obwohl extra vom Hallenbad aus ein Shuttle-Busverkehr eingerichtet wurde. Dort war Parken allerdings unmöglich, da diese Flächen von einen Flohmarkt zugestellt waren. „Das darf nicht passieren“, findet der Gelnhäuser Bürgermeister für diese Terminkollision klare Worte. Der Hallenbad-Parkplatz sei schließlich extra zuvor beworben worden, um die Gartenwelten-Besucher dorthin zu lenken. Problem seien dabei allerdings nicht, dass zwei oder mehrere Veranstaltungen parallel in der Barbarossastadt stattfanden. „Das haben wir ja ständig in Gelnhausen“, habe er allerdings gehört, dass der Parkplatz an der Bleiche vergleichbar gering genutzt geworden sei.
„Es bringt jetzt allerdings nichts, in Aktionismus zu verfallen“, will er nach Abschluss seiner Gespräche die Parkplatz-Situation auf dem Obermarkt im Magistrat auf die Tagesordnung bringen. Dieses Gremium würde dann auch darüber entscheiden, ob zukünftig zumindest eine temporäre Sperrung bei Veranstaltungen möglich wäre.
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