Unfallchirurgische Station am Freitag wieder geöffnet

Gelnhausen

Nach dem Auftreten der Norovirusinfektion auf der unfallchirurgischen Station A3.2 an den Main-Kinzig-Kliniken Gelnhausen wird am Freitag die Station wieder geöffnet.

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Der Patient, bei dem das Virus nachgewiesen wurde, ist seit Donnerstagmorgen symptomfrei und befindet sich auf einem sehr guten Weg der Genesung. Voraussichtlich sechs Patienten werden das Wochenende vorsorglich in Isolationszimmern verbringen. Für die Aufnahme neuer Patienten steht die Station ab Freitag wieder bereit.

„Die Main-Kinzig-Kliniken verfügen an beiden Standorten über ein gut funktionierendes Hygienemanagement”, erläutert Prof. Dr. Burkhard Wille, Facharzt für Hygiene, Umweltmedizin, Mikrobiologie, Virologie und Infektionsepidemiologie am Institut für Krankenhaushygiene und Infektionskontrolle in Gießen. Als externer Krankenhaushygieniker kontrolliere und berate er zahlreiche Kliniken und könne hier von einer erfolgreichen Umsetzung der Hygieneordnung sprechen. Wille: „Das Hygieneteam hat in Gelnhausen die Infektion schnell erkannt und konnte dank der zügigen Umsetzung der empfohlenen Maßnahmen eine Verbreitung begrenzen.“ Daher sind nach Schließung der Station auch keine weiteren Personen am Norovirus erkrankt.

Wie der ärztliche Direktor der Main-Kinzig-Kliniken, Dr. Hans-Ulrich Rhodius, erklärte, handele es sich bei dem Norovirus um einen Krankheitserreger mit einem enorm hohen Übertragungspotenzial: „Zusätzlich kann eine Ansteckungsfähigkeit bereits bis zu zwölf Stunden vor dem Auftreten der ersten Symptome bestehen.” Dadurch werde in jedem Winter eine Erkrankungswelle in der Bevölkerung ausgelöst. „Dass diese Viren dann auch in ein Krankenhaus gelangen können, ist nicht ungewöhnlich. Wichtig ist, dass das Hygienemanagement dann sehr schnell und routiniert die notwendigen Maßnahmen einleitet.” Dies sei in Gelnhausen der Fall gewesen, sodass eine Ausweitung des Virus verhindert werden konnte und ein Infektionsrisiko für neu aufgenommene Patienten nach menschlichem Ermessen ausgeschlossen werden kann.

Wie ist Hygiene in den Main-Kinzig-Kliniken organisiert?

Das Hygienemanagement-Team der Main-Kinzig-Kliniken besteht aus zwei Ärzten, die nach der Prüfung durch die Landesärztekammer den Titel „Arzt mit Zusatzbezeichnung Krankenhaushygiene“ führen. Außerdem gehören drei Hygienefachkräfte zum Team; sie koordinieren die Maßnahmen und Inhalte von Hygieneplänen, kontrollieren alle hygienerelevanten Prozesse und führen regelmäßige Mitarbeiterschulungen durch. Dabei stehen sie in enger Verbindung mit den Hygienebeauftragten in der Pflege, dem externen Krankenhaushygieniker, den hygienebeauftragten Ärzten. Hierbei handelt es sich um je einen Facharzt aus jeder Abteilung, die einen Fortbildungskurs für Hygiene absolviert haben.

Zusätzlich gibt es pro Standort eine Hygienekommission, die nach den Vorgaben des Robert-Koch-Instituts und des Landes Hessen halbjährlich tagt. In diesen Sitzungen wird das Hygienemanagement der Gelnhäuser und Schlüchterner Kliniken mithilfe von hygienerelevanten Kennzahlen überprüft, Verfahrensanweisungen beschlossen, hygienerelevante Aspekte laufender und geplanter Baumaßnahmen abgestimmt und qualitätssichernde Maßnahmen im Rahmen der Krankenhaushygiene diskutiert.

Insgesamt sind rund 130 Personen in den Main-Kinzig-Kliniken am Hygienemanagement beteiligt. Sie kümmern sich um die richtige Umsetzung von Vorgaben, achten auf Neuregelungen und Entwicklungen und sind für alle anderen Mitarbeiter sowie den Patienten und Besuchern Ansprechpartner, wenn es um Fragen im Bereich der Krankenhaushygiene geht.


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