Im Rahmen einer umfangreichen Tagesordnung verlief die Sitzung der Heinrich - Sauer & Josef Schmidt - Stiftung trotzdem sehr zügig.
Freude herrschte bei den Vorstandsmitgliedern über die Zustiftung einer stattlichen Summe durch einen nicht genannten Spender und über das Ergebnis ihrer Spendenaktion 2014. Einen Wermutstropfen aber gibt es beim Etat 2015, der erstmals, trotz Kürzung verschiedener Zuschüsse an Organisationen, eine Zuführung aus den Rücklagen erfordert.
Während die Zustiftung die Höhe des gesamten Stiftungsvermögens enorm erhöht, sich auf die Zinsen auswirkt und nicht für die Fallfinanzierung zur Verfügung steht, fließen die Spenden direkt und zu 100% in die ehrenamtliche Arbeit der Stiftung. Die Spendenaktion hat gezeigt, dass die Spender von kleinsten bis zu großen Beträgen stabil geblieben ist und die Arbeit der 11 ehrenamtlichen Vorstandsmitglieder in der Region anerkannt wird. Besonders erfreulich sei es, dass viele Menschen seit Jahren die heimische Stiftung mit einer Spende bedenken, eine kleine Spenderfamilie, auf die Verlass ist.
Erstmals gab es auch zwei Spenden von Betrieben, die statt Kundengeschenken eine Spende an die Sauer & Schmidt - Stiftung gaben und damit für Gewaltopfer und unverschuldet in Not geratene Menschen in der Region spendeten. Eine lobenswerte Sache, die Nachahmer suche, so die beiden Vorsitzenden. „Wir freuen und bedanken uns bei allen, die uns als Spender treu geblieben sind oder neu hinzukamen, um ihr Scherflein an die Organisation zu geben und damit unsere schwierige Arbeit in der Region zu erfüllen“, so Vorsitzender Peter Bierwerth und sein Vertreter Hans Jürgen Freund.
Die Rücklagenzuführung zur Finanzierung des Etats 2015 ist insbesondere durch die niedrigen Zinserträge erforderlich. Der EZB-Diskontsatz habe sich bereits 2014 auf die Arbeit der Stiftung ausgewirkt. Zwar habe der Vorstand Zuwendungen an Organisationen kürzen müssen, bei den Einzelfällen ist aber eine Reduzierung der Zuwendungen nicht möglich. Besprochen wurden auch Themen wie das im Dezember 2015 anstehende Benefizkonzert in der Marienkirche mit Gerd Zellmann und der Kopernikusschule Freigericht, die Problematik der Bussgelder und Fragen der Gewaltprävention. Bei der Arbeit im Stadtladen sei man ebenfalls auf einem guten Weg und die Zahl der Hilfesuchenden habe sich leicht erhöht. Die Stiftung unterstützt gemeinsam mit der Deutschlandstiftung drei Studenten an der Universität Darmstadt, außerdem zwei Oberstufenschüler in der Region. Über das Projekt „Beschaffung eines Assistenzhundes für eine traumatisierte junge Frau“ wird in Kürze berichtet.
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