Die SPD Gelnhausen reagiert in einer Pressemitteilung auf den Vorschlag der CDU, eine zweite Brücke über die Kinzig vom Parkplatz "Bleiche" zum geplanten Outletcenter im ehemaligen Kaufhaus JOH zu errichten.
Die SPD Gelnhausen reagiert in einer Pressemitteilung auf den Vorschlag der CDU, eine zweite Brücke über die Kinzig vom Parkplatz "Bleiche" zum geplanten Outletcenter im ehemaligen Kaufhaus JOH zu errichten.
„Wir begrüßen es ausdrücklich, dass die CDU ihre ablehnende Haltung gegenüber dem geplanten City-Outlet in Gelnhausen aufgegeben hat und sich jetzt konstruktiv mit Vorschlägen einbringt. Das ist erst einmal ein sehr positives Signal, was bei der entscheidenden Sitzung der Stadtverordnetenversammlung am 4. November ja noch völlig anders aussah, als die CDU dem Verkauf und dem Vorhaben „Barbarossa-City-Outlet“ leider nicht zugestimmt hat“, so SPD-Fraktionsvorsitzender Ewald Desch. Ob eine zweite Brücke über die Kinzig notwendig, realistisch und sinnvoll sei, das stehe aber auf einem anderen Stern. Die SPD warnt deshalb vor planerischen „Schnellschüssen“ und sagt deutlich: „Die verkehrstechnische Infrastruktur im Jahr 2016 ist wesentlich besser als noch in den 80er und 90er Jahren mit einer damals deutlich höheren Anzahl an Besuchern und Kunden in der Südstadt.“
Positiv sei, dass sich die CDU jetzt konstruktiv einbringe und erkannt habe, wie wichtig das Projekt Barbarossa-City-Outlet für Gelnhausen und die Weiterentwicklung der Innenstadt sei und sich ernsthaft Gedanken mache. Doch die SPD warnt in diesem Zusammenhang vor planerischen „Schnellschüssen“, die am Ende sowohl in der Planung als auch in der späteren Umsetzung durch die Stadt Gelnhausen alleine finanziert werden müssten. „Schnellschüsse wird es mit der SPD daher nicht geben, denn wir gehen davon aus, dass die durch das Barbarossa-City-Outlet erhöhte Kunden- und Besucherfrequenz durch die bereits heute vorhandene Infrastruktur aufgenommen werden kann.“
Gelnhausen habe heute, im Jahr 2016, eine deutlich bessere verkehrstechnische Infrastruktur als noch vor zehn Jahren. In diesem Zusammenhang erinnert die SPD an die Beseitigung des Bahnübergangs zwischen Gelnhausen und Linsengericht, den Bau der neuen Unterführung und die Verbesserung des Verkehrsflusses an der Ecke Clamecystraße / Hailerer Straße durch den Bau des Kreisverkehrs. „All diese Maßnahmen haben selbstverständlich dazu geführt, dass der Verkehr heute besser fließt als noch vor zehn Jahren“, hebt Ewald Desch hervor. Die SPD erinnert zudem daran, dass bereits durch die Beschlussfassung der Stadtverordnetenversammlung am 4. November den Investoren die Möglichkeit eingeräumt wurde den großen Parkplatz am neuen Busbahnhof mit zusätzlichen Parkdecks aufzustocken. „Wenn hier zusätzlicher Bedarf besteht, so kann dies jederzeit umgesetzt werden, denn das wurde bereits vorausschauend in die Planungen und die Grundsatzbeschlüsse mit aufgenommen“, macht Ewald Desch deutlich. Auch macht die SPD deutlich, dass im Umfeld des künftigen City-Outlets bereits heute viele Parkflächen vorhanden seien, die über zusätzliche freie Kapazitäten verfügen und innerhalb weniger Minuten fußläufig gut zu erreichen seien. Als konkrete Beispiele nennt die SPD hier den Parkplatz Bleiche mit rund 150 Parkplätzen (mit Erweiterungsmöglichkeiten) und das Parkhaus Stadtmitte mit weiteren rund 300 Stellplätzen. „Das sind alles zusätzliche Parkmöglichkeiten von denen das künftige City-Outlet gut zu erreichen ist. Und wenn wir berücksichtigen, dass vor allem der Samstag ein wichtiger Einkaufstag für ein solches Outlet ist, so stehen gerade dann mit dem Parkhaus am Bahnhof und den Flächen in der Lagerhausstraße zusätzliche Parkkapazitäten zur Verfügung“, so Ewald Desch weiter.
Und man dürfe eines nicht vergessen: Das ehemalige Kaufhaus JOH war bereits in den 80er und 90er Jahren ein gut gehendes Kaufhaus mit einer sehr hohen Kundenfrequenz (bis zu 4.000 Kunden täglich) und das, obwohl die damalige Verkehrsinfrastruktur nicht annähernd so ausgebaut war, wie dies heute im Jahr 2016 der Fall ist.
Ewald Desch sagt deshalb abschließend: „Die verkehrstechnische Infrastruktur haben wir und die vorhandenen Parkmöglichkeiten im gesamten Umfeld der Südstadt können jederzeit erweitert werden. Jetzt brauchen wir wieder eine höhere Besucher- und Kundenfrequenz und einen Magneten in der Innenstadt. Das ist das Ziel und das wollen wir mit dem Barbarossa-City-Outlet erreichen. Nichtsdestotrotz sollten wir im Magistrat und den Fachausschüssen der Stadtverordneten-versammlung die Entwicklung der Südstadt beobachtend begleiten, um zeitnah reagieren zu können. Die schon seit langem geplante Fußgängerbrücke von der „Bleiche“ zum „Joh“ könnte dann eine erste Maßnahme sein. Der Außenbereich vom City-Outlet an der Kinzig muss diese Möglichkeit der Erschließung zulassen.“
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