Im Rahmen einer Urlaubsreise in die Bretagne traf der Gelnhäuser Autor Hans Jürgen Freund in seinem Ferienhaus mit seinem französischen Kollegen aus Brest, Herlé Balbert, zusammen.
Seit 2010 haben Beide zur Geschichte der Festung Brest (Fort Montbarey) zusammengearbeitet und Freund konnte von dem Kenner der Kriegsszene in der Normandie und Bretagne sehr vieles über seinen dort 1944 gefallenen Vater Werner Freund erfahren. Für sein Buch "Carl Andreas Roth - Bäckermeister aus Tradition - Dichter aus Passion " hatte Hans Jürgen Freund schon 2009 die Ahnentafel des Bäckermeister Roth zusammengestellt. So lag es auch nahe, dass er die Ahnentafel seines Vaters gemeinsam mit seiner Enkeltochter vor Ort in Thüringen erforschte.
Vor allem aber tauschten die beiden Autoren Bilder aus der Zeit um 1944 und Kontakte zu den Organisationen der deutschen Fallschirmjäger aus, ebenso die teils leidvollen Erfahrungen mit deutschen Dienststellen bei der Beschaffung von Fakten und Urkunden. Herlé Balbert übermittelte dem Gelnhäuser Autor Bilder aus seiner Region aus dem Jahre 1944, Freund half dem französischen Autor mit Bild- und Textmaterial seines Vaters für dessen Buch über die Festung Brest und deren Bewohner. Aktuell ist das in Wort und Bild sehr umfangreich geplante Werk von Herlé Balbert über Fort Montbarrey noch nicht fertiggestellt. Seinem Gelnhäuser Kollegen aber sicherte er zu, dass er bei den Ersten sein werde, der sein Werk erhält.
Seit 2010 verliefen die Kontakte zwischen den beiden Autoren über die Post oder das Internet. Im Rahmen der Urlaubsplanung von Freund vereinbarte man bereits im Dezember vergangenen Jahres einen persönlichen Besuch im Ferienhaus in Kerlouan, rund 30 Kilometer nördlich von Brest. Beim Treffen, an dem auch die Ehefrau von Freund und dessen Enkeltochter Marlena teilnahmen, erfuhr Freund Näheres über den Tod seines Vaters Werner. Herlé Balbert hatte nämlich ganz aktuell in seinen Forschungen festgestellt, dass Vater Werner Freund zur 15. Kompanie versetzt wurde und dem Regiment 2, der 2. Fallschirmjäger - Division, unterstellt wurde. Auf der Straße zwischen der Kirche St. Pierres und der Festung Brest sicherten die Fallschirmjäger an jenem 12. September 1944 das Umfeld des Fort und seiner Bewohner, als der für seinen Vater auf der Straße zwischen Kirche und Fort tödliche Schuss fiel. Noch eine Woche zuvor hatte Fallschirmjäger Freund durch General Ramke höchstpersönlich im Stollen des Fort Montbarey seine Beförderung zum Oberjäger (Unteroffizier) erhalten. Hans Jürgen Freund besuchte zum wiederholten Male gemeinsam mit Ehefrau und Enkeltochter das Grab seines Vaters auf dem Deutschen Milittärfriedhof Lesneven-Ploudaniel und legten ein Blumengebinde nieder.
Foto: Herlé Balbert und Hans Jäürgen Freund begutachteten die aktuellen Forschungsergebnis in Wort und Bild.
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