Zum Frieden verhelfen, um auf Trauma zu reagieren

Gelnhausen

Trauma – viele Menschen, die Katastrophen oder Verlust erfahren mussten, haben damit zu kämpfen; auch viele der Flüchtlinge, die derzeit in unsere Gesellschaft integriert werden, leiden darunter.

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Trauma ist eine komplexe psychologische Herausforderung, die in der Regel von ausgebildeten Experten behandelt werden muss.

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Aber auch Laien können hier erste Hilfe leisten. Das lernten die 38 Teilnehmer des Seminars für Trauma-Seelsorge, die sich am 3. und 4. Juni in der Kirche des Nazareners Gelnhausen versammelten. Das Seminar wurde durchgeführt von Helping Hands e.V. in Zusammenarbeit mit der Kirche des Nazareners (Deutscher Bezirk); Gastsprecher war Dr. Jim Wilder, ein ausgebildeter Psychotherapeut aus den Vereinigten Staaten. Über viele Jahre hinweg hat Dr. Wilder mit einem Kollegen einen Ansatz zur Trauma-Seelsorge entwickelt, der sich von der traditionellen Traumaberatung stark unterscheidet. Anstatt den Traumatisierten dazu aufzufordern, über das Erlebte zu sprechen – was oft auch den "Helfer" traumatisiert –, konzentriert Wilders Ansatz sich darauf, dem Hilfesuchenden in einem ca. 15-minütigen Gespräch "zum Frieden zu verhelfen" und so eine gesunde Basis für Heilung zu schaffen. Dieser Ansatz hat sich in vielen unterschiedlichen Ländern und Situationen bewährt; das Besondere daran ist auch, dass eine Sprachbarriere kein Problem darstellt und dass auch Laien so in Katastrophensituationen erste Trauma-Seelsorge geben können, ohne dabei selbst traumatisiert zu werden. Dabei ist es aber auch wichtig, dass der Ratgeber selbst "im Frieden" ist – dieser Frieden wird unter anderem dadurch erreicht, dass man sich an eine Situation erinnert, für die man dankbar ist.

Während des Seminars, das zwölf Einheiten umfasste, übten die Teilnehmer diesen Ansatz mehrere Male durch und lernten unter anderem auch, sowohl mit Einzelpersonen als auch mit Gruppen in der Trauma-Seelsorge zu arbeiten. Unterstützt wurde Dr. Wilder beim Seminar von seiner Frau; am 5. Juni reiste das Ehepaar nach Berlin weiter, um dort ebenfalls ein Seminar für Trauma-Seelsorge durchzuführen.


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