Vier Stunden Weihnachtsmarkt in Roth

Roth

Zwei Tage vor Heiligabend treffen sich die großen und kleinen Bürger von Roth auf dem Dorfplatz, um sich „Frohe Weihnachten“ zu wünschen.

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Das Stelldichein am Donnerstag, 22. Dezember, ab 17 Uhr ist nach den Worten des Ortsvorstehers Walter Dreßbach der wahrscheinlich kürzeste Weihnachtsmarkt in Deutschland, aber dafür von Anfang bis Ende selbstgemacht: mit großem Engagement von Röther Bürgern (nicht nur) für Röther Bürger. Damit belebt das Ereignis im festlichen Lichterglanz die Dorfgemeinschaft, sagt Dreßbach und blickt zurück auf jene Tage, als Roth nur 800 Einwohner hatte: „Damals gab es acht Kneipen, in denen die Dorfkommunikation stattfand. Man konnte sich über Dorftratsch austauschen und wichtige Fragen besprechen. Und wenn eine Familie Hilfe benötigte, wurde in der Nachbarschaft und im Dorfverbund geholfen. Heute jedoch haben wir 2400 Einwohner und nur noch zwei Gaststätten.“

Kommunikation finde außerhalb von der Familie und den Vereinen meist nur oberflächlich statt, so Dreßbach. Im Dorf lebe es sich zum Teil so anonym wie in der Stadt. „Als Ortsvorsteher habe ich mir vor Jahren zur Aufgabe gemacht, diesem Trend entgegen zu wirken. Nun kann die Politik keine Kneipen betreiben, aber öffentliche Räume schaffen, wo sich Menschen treffen und reden können. Einer dieser Orte ist der Röther Vier-Stunden- Weihnachtsmarkt.“ Das umfangreiche Rahmenprogramm und alle Buden werden ausschließlich von den Rötherinnen und Röthern selbst gestaltet. „Kein Angebot gleicht dem anderen, und es gibt keinerlei gewerbliche Angebote“, hebt der Ortsvorsteher hervor und dankt den Röther Vereinen für die gute Zusammenarbeit und die tatkräftigen Unterstützung des stets am 22. Dezember stattfindenden, wahrscheinlich kürzesten Weihnachtsmarktes Deutschlands.


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