Das Außengelände der Kita in Gelnhausen-Roth zählte zu den ältesten im Bereich der insgesamt zehn städtischen Kitas. Nach Abschluss der Umbauphase ist nun eine moderne Erlebniswelt entstanden, die exakt auf die Bedürfnisse der Kinder zugeschnitten ist. Von dem Erfolg des Projektes überzeugten sich Bürgermeister Christian Litzinger und Thorsten Amend vom Fachbereich Hochbau des städtischen Bauamtes, der den Umbau federführend begleitete.
„Der neue Spielplatz sollte nicht nur ein Ort zum Toben sein, sondern auch die Motorik spielerisch fördern und das pädagogische Schwerpunktthema ‚Sprache‘ erlebbar machen“, erläuterte der Rathauschef die Ziele der Baumaßnahme. Um ein Gelände zu schaffen, das die Kinder wirklich begeistert, fördert und fordert, setzten die Verantwortlichen der Stadt Gelnhausen von Anfang an auf echte Mitbestimmung. Dafür wurden die wichtigsten Experten überhaupt befragt: die Kinder selbst und natürlich das pädagogische Team, das unter der Leitung von Simone Hott steht. „Das Ergebnis zeigt eindrucksvoll, wie wichtig es ist, die Kinder miteinzubeziehen und ihnen Räume zu schaffen, in denen sie sich wohlfühlen und entfalten können“, so Litzinger.
Gemeinsam mit einer Landschaftsplanerin wurden die Ideen in zwei Vorentwürfen festgehalten und in enger Abstimmung mit den pädagogischen Fachkräften zu einem finalen Plan verschmolzen. Die zentrale Spielhütte und ein großes Spielgerät konnten erhalten werden, weil der Hersteller nach wie vor Ersatzteile liefert.
Der U3-Bereich wurde komplett ebenerdig und barrierefrei gestaltet. Eine neue Hütte und eine liebevoll eingerichtete Spielküche laden zu ersten kreativen Rollenspielen ein. Für die über dreijährigen Mädchen und Jungen gibt es eine moderne Kletterkombination, eine Wippe, eine gemütliche Nestschaukel und ein großes Holzpodest, dass zum Balancieren und Entdecken animiert. Auch die Fußballfans kommen dank eines neuen Tors voll auf ihre Kosten. Die Wegeführung durch das Außengelände wurde komplett neugestaltet. Ein Teil davon wurde extra so angelegt, dass er als perfekte Rennstrecke für Bobbycars genutzt werden kann.
Das pädagogische Ziel, die Sprache und die Sinne zu fördern, zieht sich durch das komplette Areal. Der bereits bestehende Sinneskreisel wurde frisch bepflanzt und verlockt zum Riechen, Fühlen und Staunen. Eine clevere Verbindung zwischen dem U3- und dem Ü3-Bereich schafft die neue „Sprechblume“: Ein Sprachrohr, das die Kinder dazu animiert, miteinander Geheimnisse zu teilen und über Distanzen zu kommunizieren. Über das Gelände verteilt finden sich zudem verschiedene Tafeln, die von den Kindern bemalt und beschrieben werden können – ein idealer Raum für erste Buchstaben- und Zeichenversuche. Neben dem Sinneskreisel wurde auch der beliebte Wasserspielplatz im Stile eines kleinen Flusslaufs erneuert und mit zwei Stau-Stufen ausgerüstet. Mit einer robusten Handkurbel können die Kinder das kühle Nass selbst zum Laufen bringen.
„Für die Kinder ist hier ein Ort entstanden, der ihre Kreativität anregt, an dem sie sich frei entfalten und ausprobieren können. Es war toll mitzuerleben, mit wie viel Begeisterung sie ihre Ideen eingebracht haben“, freut sich Simone Hott über das rundherum gelungene Projekt.



