Vortrag Steuerungsgruppe Fair-Trade-Gemeinde

Großkrotzenburg
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Seit dem Gemeinderatsbeschluss, den fairen Handel in Großkrotzenburg durch Teilnahme an der Fair-Trade-Town Kampagne zu unterstützen, wurde 2018 der Prozess zur Erlangung des Titels Fair-Trade-Town bei uns in Gang gesetzt.

Die Entwicklung unserer Kommune ist auch ein großes Anliegen des Fachwerks, das daher diese Entscheidung des Gemeinderates sehr begrüßt und unterstützt. In diesem Sinne stand bereits das Neujahrestreffen des Fachwerks im Heimatmuseum unter dem Motto „Fair-Trade-Kampagne“. Herr Loquai, Sprecher der Fair-Trade-Town-Steuerungsgruppe aus Rodenbach, berichtete über die Grundsätze des Fairen Handels, die Fair-Trade-Towns-Kampagne von Fair-Trade-Deutschland sowie über seine persönlichen Erfahrungen mit dem Prozess zur Erlangung der Auszeichnung Rodenbachs als Fair-Trade-Gemeinde 2018 und die aktuellen Bemühungen des Landkreises Fair-Trade-Kreis zu werden.

Wie sieht es aber aktuell in Großkrotzenburg aus? Wie weit ist der Fair-Trade-Town-Prozess in unserer Gemeinde fortgeschritten? Zur Beantwortung dieser Fragen und zur Diskussion über das Thema waren Joachim Kesberg und Klaus Schaack von der hiesigen Steuerungs-gruppe zu Gast. Mit dem Ratsbeschluss und der Entscheidung, bei Sitzungen und im Bürgermeisterbüro fair gehandelten Kaffee und ein weiteres Fair-Trade-Produkt anzubieten, viel am 20.April 2018 der Startschuss für den Prozess. Gleichsam war damit das erste der 5 erforderlichen Kriterien erfüllt. Dem folgte als zweites Kriterium die Bildung einer Steuerungsgruppe, die sich aus mindestens 3 Personen aus den Bereichen Politik (Verwaltung, Parteien), Wirtschaft (Handel, Einzelhandel, Gastronomie) und Zivilgesellschaft (Vereine, Schulen, Kirchen, Privatpersonen) zusammensetzt. Die Gruppe aus 12 Mitgliedern formierte sich am 8.11.2018. Die Mitglieder haben inzwischen teilweise gewechselt, aktuell zählt die Gruppe weiterhin 12 Personen.

Das dritte Kriterium ist abhängig von der Einwohnerzahl. Für Großkrotzenburg sind 4 Geschäfte und 2 Gastronomiebetriebe erforderlich, die jeweils mindestens 2 fair gehandelte Produkte anbieten. Die Umsetzung dieses Kriteriums wurde ausgiebig diskutiert, es fehlt noch ein Gastronomiebetrieb zu dessen Erfüllung. Es wurde angeregt, eine übersichtliche Liste mit möglichen Produkten zusammenzustellen, die es Gastronomen erleichtern soll, fair zertifizierte Waren in ihre Produktsortiment aufzunehmen. Bereits erfüllt ist das vierte Kriterium, das dem zu Folge 3 öffentliche Einrichtungen wie Schulen, Vereine und Kirchen Informations- und Bildungsaktivitäten zum fairen Handel umsetzen bzw. entsprechende Produkte anbieten.

Öffentlichkeitsarbeit über die Aktivitäten zum Thema Fair-Trade in Großkrotzenburg in den lokalen Medien schließlich ist das letzte Kriterium. Durch zahlreiche Artikel im Freitag Aktuell und in der Presse sowie durch die Teilnahme an verschiedenen Veranstaltungen ist auch diese Aufgabe als erledigt anzusehen. Großkrotzenburg steht also kurz vor Einreichung der vollständigen Unterlagen für den Antrag auf Anerkennung als Fair-Trade-Gemeinde. Nach dem bisher ca. eineinhalb jährigen, teilweise holprigen Weg also ein durchaus positiver Zwischenstand mit dem realistischen Ziel, bis zum diesjährigen Limesmarkt die Auszeichnungsfeierlichkeiten begehen zu können. Außer dem Thema Fair-Trade-Town Großkrotzenburg wurde noch die diesjährige Osteraktion des Fachwerks besprochen, bei der es wieder Fachwerkgutscheine zu gewinnen gibt.

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