Erster Sommerspaziergang bringt interessante Erkenntnisse

Großkrotzenburg
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Den ersten Sommerspaziergang 2020 nutzten SPD-Fraktion und Vorstand gemeinsam mit Gästen, besondere Stationen im östlichen Gemeindeteil zu besuchen.

Den Auftakt bildete das Oberwaldstadion, wo man mit Verantwortlichen des FC Germania den Stillstand um die Sanierung von Stadiongebäude und Rasenplatz diskutierte. "Seitens des FC Germania wurden bislang schon geäußerten Kritikpunkte um die äußerst schleppende Umgestaltung von Stadiongebäude und Rasenplatz noch einmal ausdrücklich untermauert. Weder seitens des FC Germania noch seitens der Spaziergänger gibt es irgendein Verständnis dafür, dass das tolle ehrenamtliche Engagement des Vereins von den Verantwortlichen der Gemeinde vollends ignoriert wurde. Der Verein hat die Finanzierung eines Ersatzneubaus als Sanierungsobjekt auf den Weg gebracht, sich um Planer und Inhalte gekümmert und von der Gemeinde gab und gibt es keinerlei Resonanz. Sowohl die Stadionsanierung als auch die Verlegung des Rasenplatzes in nordwestliche Richtung könnten viel weiter sein, als dies jetzt der Fall ist, wo noch nicht einmal belastbare, ganz zu schweigen von miteinander zwischen Gemeinde und Verein verständigten Bau- und Umsetzungspläne vorliegen. Selbst die eigentlich einfachste Übung, das Baufenster des umzulegenden Rasenplatzes gemeinsam zu besprechen und festzulegen, war bislang nicht möglich. Verwunderlich war dabei die Information, dass angeblich schon eine Vermessung stattgefunden habe, denn auch davon weiß der Verein, der später einmal die Bewirtschaftung des verkleinerten Geländes eigenverantwortlich übertragen bekommen soll, nichts! Ein Vorstandsvertreter des Vereins betonte, dass man sich die gleiche Eile und Schnelligkeit bei der Umsetzung der Veränderungen erhofft habe, wie dies für die Unterzeichnung des Erbpachtvertrages seitens der Gemeinde verlangt wurde", so die SPD in einer Pressemitteilung.

Die Gemeindevertreter unter den Spaziergängern wollen sich mit den anderen Fraktionen in der Gemeindevertretung darauf verständigen, das Thema ausführlich in der nächsten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses mit dem Verein zu erörtern und dort auch die Vorlage eines verbindlichen Ablaufplanes von der Gemeinde zu verlangen. Dabei soll auch einmal grundsätzlich der Umgang der Gemeinde mit ehrenamtlichen Vereinsvertretern besprochen werden, denn das Beispiel des Oberwaldstadions und der Umgang mit den FC Germania sei alles andere als beispielhaft.

Die nächsten Stationen des Spazierganges bildeten die vorgesehenen Bauplätze für das Ärztehaus und den neuen Kindergarten. Auch hier beklagten die sozialdemokratischen Parlamentarier, dass Informationen der Gemeinde nur sehr zögerlich und auf Nachfrage fließen würden. "Während der Bürgermeister nach wiederholter Nachfrage kürzlich den Sachstand zum Ärztehaus öffentlich verkündete, ist das Thema Kindergarten, der nach der ursprünglichen Planung noch in diesem Herbst in Betrieb gehen sollte, ziemlich im Verborgenen. Die Eltern bzw. deren Kinder haben einen Rechtsanspruch auf Betreuung im Kindergarten. Deshalb wurde auch im vergangenen Jahr nach vielen Mühen der Neubau des Kindergartens an der Kahler Straße beschlossen. Aber umgesetzt ist davon bis jetzt recht wenig. Sehr mühsam soll es auch gewesen sein, eine vernünftige und wirtschaftlich vertretbare Lösung vorzusehen, wie zu erfahren war. Angesichts der bekannten Finanzknappheit der Gemeinde, die den Neubau zu 100 % finanziert, muss sehr wohl zwischen erforderlichen und wünschenswerten Investitionen unterschieden werden. Auch hier muss sich der Fachausschuss intensiv in das weitere Vorgehen einbringen, damit endlich aus Vorplanungen auch sichtbare Ergebnisse werden", so die SPD weiter.

Abschluss des Spazierganges war dann der Erweiterungsbau der TV-Turnhalle, wo Norbert Neuberger detailreich über die Planungen und den Fortgang informierte. Sowohl die neuen Räume als auch die Fragen von Parkplätzen und Lärmschutz konnten besprochen werden. Anwohner zeigten sich erleichtert darüber, dass das Thema Lärmschutz auch für den Erweiterungsbau eine große Rolle spielt, sind doch die unmittelbaren Nachbarn nur noch wenige Meter vom Neubau entfernt.

"Der Turnverein hofft, die Gesamtmaßnahme spätestens in einem Jahr abgeschlossen zu haben, was die Besucher als „sportlich“ ansahen, wenn man das mit den gerade besuchten gemeindlichen Maßnahmen vergleicht. Beim Abschluss konnten die Teilnehmer des Spaziergangs dann unter Beachtung der sozialen Distanz noch ein wenig mit einer Jungunternehmerin in deren Hof sprechen, die von der Corona-Pandemie erheblich betroffen ist", verweist die Großkrotzenburger SPD auf den nächsten für Interessierte offenen Spaziergang am 14.08.2020 ab 16.30 Uhr, bei dem die Verkehrssituation im neuen Ortszentrum und um den Bahnhof in Augenschein genommen werden soll.

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