Ortsentwicklung nur mit öffentlicher Diskussion

Großkrotzenburg
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Derzeit gibt es extrem unterschiedliche Vorstellungen von Gemeindevertreter*innen, Verwaltung und externen Planern, wie die Zukunft der neuen Mitte, also des Gebietes um Bürgerhaus, Rewe und Seniorenwohnanlage, aussehen soll.

Verschiedentlich wurden Planskizzen vorgelegt, die derzeit noch intern zu beraten sind, wobei es noch keinerlei Diskussion darüber gibt, was eigentlich die Politik an Vorstellungen hat, geschweige denn, dass diese auch öffentlich zugänglich diskutiert würden.

Deshalb hält es die SPD-Fraktion auch für dringend notwendig, dass auf der Ebene der Gemeindevertretung folgende Fragen diskutiert und anschließend in einer öffentlichen Veranstaltung mit den Bürgerinnen und Bürgern diskutiert werden:

  • Was verstehen wir unter „neuer Ortsmitte“?
  • Welches Areal soll die „neue Ortsmitte“ umfassen?
  • Was können wir uns leisten?

Hierzu liegt jetzt ein Antrag in der Gemeindevertretung vor, mit dem eine Fraktion erreichen will, das Gelände von Feuerwehr, Bauhof, Festplatz, ASB-Wachstation, Bürgerhaus und Seniorenwohnanlage 1 mit einem neuen Bebauungsplan zu versehen. Andere Vorstellungen gehen sogar soweit, die Fläche bis zur Taunusstraße auszuweiten, also auch eine Bebauung der derzeitigen Grünfläche vorzusehen.

„Für uns kommt hier der dritte Schritt vor dem ersten, denn augenblicklich gibt es keine gesicherte Erkenntnis darüber, was überhaupt in einer „neuen Mitte“ geplant ist. Wir haben keinerlei Festlegung, ob das Bürgerhaus, gerade nachdem das letzte größere Restaurant mit den Taunusstuben in absehbarer zeit schließt, auch noch komplett geschliffen werden soll. Damit hängt die Diskussion um eine zentrale und bewirtschaftete Versammlungsstätte ebenso zusammen, wie auch die des Jugendzentrums. Auch die jetzt in Rede stehende Verlagerung von Feuerwehr und Bauhof ist vollkommen offen, fehlen doch der Gemeinde sowohl die notwendigen Flächen hierfür, die angekauft werden müssten. Auch die Finanzierung der Umlegung wirft erhebliche Fragezeichen auf, müssen hierfür doch Mittel von mindestens 5 Mio. Euro eingeplant werden, ohne den Grunderwerb gesichert zu haben. Auch die Verlagerung der ASB-Wache, die immerhin im Eigentum des Verbandes steht, gleichwohl jetzt in die Diskussion eingebracht wird, wird abgesehen von logistischen auch finanzielle Fragen aufwerfen“, kritisiert die SPD-Fraktion das jetzige Vorbrechen.

„Es gibt eine klare Vereinbarung im Präsidium der Gemeindevertretung mit dem Gemeindevorstand, zunächst die zu klärenden Fragen zu definieren und mit Antworten zu versehen, bevor hier weitere Schritte getan werden. Wir wissen nicht, was wir wollen, fangen aber schon einmal damit an. Das ist kein zielgerichtetes Vorgehen, sondern verursacht nur Chaos. Deshalb halten wir uns an die bestehende Vereinbarung, die nicht ohne Grund erfolgte. Vor allem kann das alles nicht ohne eine Einbindung der Bevölkerung erfolgen, die natürlich auch einen Anspruch darauf hat, in diese Planungen eingebunden zu werden. Dazu gehören insbesondere auch die Bewohnerinnen und Bewohner der Seniorenwohnanlage 1, deren Zukunft damit vollkommen offen gestaltet werden soll. Das ist kein Umgang mit Menschen und auch nicht mit demokratischen Rechten“, betont Fraktionsvorsitzender Uwe Bretthauer.

„Auch müssen wir nicht nur mit der Bevölkerung als Steuerzahler abstimmen, was wir planerisch wollen, sondern auch was wir uns finanziell leisten können, ohne ständig weiter an der Steuerschraube zu drehen.“ Zudem müsse eine zielgerichtete Planung auch Antworten auf die Situation nahe dem Bürgerhaus, also der Fläche von ehemaligem Minimal und angrenzend dem Posthotel geben, dessen Stillstand nicht unbedingt zur Verschönerung des Ortsbildes beiträgt.

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