Flächendeckender Ausbau des Breitbandnetzes soll kommen

Großkrotzenburg
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Mit einem Antrag für die Gemeindevertretersitzung hat die SPD-Fraktion im vergangenen Oktober den Gemeindevorstand beauftragt, gemeinsam mit der Breitband Main-Kinzig GmbH die Möglichkeiten eines umgehenden Ausbaus des derzeitigen Breitbandnetzes (FTTH) zu erörtern, hierzu die notwendigen Vorarbeiten zu leisten und gemeinsam mit der Breitband GmbH die Bezuschussungsmöglichkeiten über die Digitalisierungsmittel des Bundes und des Landes zu klären.

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"Hierzu kam jetzt die gute Nachricht von Landrat Thorsten Stolz, dass dies auf gutem Weg sei. Der Main-Kinzig-Kreis wird über seine Breitbandgesellschaft den Glasfaserausbau in den Städten und Gemeinden weiter voranbringen. Geplant ist der direkte Anschluss für den privaten Bereich, um auch hier Gigabit-Leistungen zu erreichen. Das ist das größte Infrastrukturprojekt seit Bestehen des Main-Kinzig-Kreises. Geplant sind Investitionen in Höhe von 183 Millionen Euro, die überwiegend von Bund (50%) und Land (40%) gefördert werden sollen. Der Bedarf an einer leistungsfähigen Breitbandversorgung sei flächendeckend vorhanden, denn immer mehr Haushalte werden in Zukunft auf den direkten Glasfaseranschluss setzen. Die Eigentümer sollten schon jetzt über einen Anschluss des Gebäudes nachdenken und die Gelegenheit nutzen, kostenfrei angebunden zu werden. Die näheren Einzelheiten und Formalitäten dazu werden im Laufe des Jahres veröffentlicht, erläutert der Main-Kinzig-Kreis. 'Der Main-Kinzig-Kreis hat sich in den vergangenen Jahren einen enormen Vorsprung in der digitalen Infrastruktur erarbeitet. Auf dieser Grundlage werden wir nun mit hohem Einsatz weitermachen und das größte Infrastrukturprojekt in der Geschichte des Main-Kinzig-Kreises in Eigenverantwortung umsetzen', erläuterte Landrat Thorsten Stolz. Die Verlängerung der Glasfaserkabel auch zu den Privatgebäuden (fiber to the Home, FTTH) sei der logische und konsequente Schritt. Im Bereich der Gewerbegebiete laufe dieser Ausbau bereits auf Hochtouren und auch viele öffentliche Gebäude inklusive aller kreiseigenen Schulen seien bereits versorgt. Mit dem Beschluss der Gesellschafterversammlung wird die Breitband Main-Kinzig nun konkret mit der Umsetzung beginnen. Dazu gehört vor Beantragung der Fördermittel zunächst eine Markterkundung. Hier verfügt der Main-Kinzig-Kreis bereits über umfangreiche Erfahrungen und wird zudem auf die bewährte Mitwirkung der Athanus Partners GmbH setzen, die auch schon einen entsprechenden Masterplan erstellt hat. Für das Gesamtprojekt ist ein Zeitraum von rund fünf Jahren angesetzt. Zu den nächsten Schritten gehören unter anderem entsprechende Kooperationsvereinbarungen mit den Kommunen, um die Beauftragung zur Ausführung dieses Ausbaus von den Kommunen zu erhalten", so die SPD in einer Pressemitteilung.

Und weiter: "Nachdem Aufsichtsrat, Gesellschafterversammlung und Kreisausschuss dem Vorhaben zugestimmt haben und dies auch vom Kreistag zu erwarten ist, seien erste Informationen an die Städte und Gemeinden erfolgt und die bewährte Kooperation zwischen Kreis und den Städten und Gemeinden solle auch hier weitergeführt werden, erklärte hierzu der Kreis. Ziel des Main-Kinzig-Kreises ist es, der erste Landkreis zu sein, der entsprechende Anträge beim Fördergeber stellt und mit einem flächendeckenden FTTH-Ausbau in die Umsetzung zu gehen, auch um die Vorteile bei der Erweiterung um Neubau- und zusätzliche Gewerbegebiete zu nutzen. Der Eigenausbau durch den Main-Kinzig-Kreis ist nach Einschätzung der Breitband GmbH sowohl strategisch als auch wirtschaftlich sinnvoll. Zudem können Ausbauzeitraum und Reihenfolge weitestgehend frei gestaltet werden. Das Projekt garantiere vor allem eine flächendeckende Versorgung zu kalkulierbaren Kosten. Ohne dieses Engagement wären die Abhängigkeit von Dritten oder das Risiko einer eheblichen Wirtschaftlichkeitslücke beträchtlich. Vor einigen Jahren hat die Breitband GmbH Main-Kinzig unsere Gemeinde an das Glasfasernetz angeschlossen, wobei die Anbindung der privaten Haushalte auf „der letzten Meile“ derzeit über die vorhandene Telekom-Infrastruktur per Kupferkabel erfolgt."

„Gerade die Corona-Pandemie hat gezeigt, dass die breitbandige Anbindung auch der privaten Haushalte mit Homeschooling und Homeoffice sowie die in beiden Bereichen stattfindenden Videokonferenzen von wesentlicher Bedeutung war und ist. Paralleles Arbeiten mehrerer Schüler*innen und Elternteile gestaltete sich zum Teil schwierig, weil die technischen Anforderungen immer größer werden und auch ein eigentlich üppiger Netzanschluss für den normalen Hausgebrauch mit 50 MB Übertragungsgeschwindigkeit leicht an seine Grenzen stoßen kann. Zudem bedingen auch mittlerweile normale technische Veränderungen wie die verstärkte Nutzung von Streamingdiensten statt dem frei empfangbaren Fernsehen sowie die Smarttechnik im Haushalt eine breitbandige Anbindung ans Internet“, erläutert der SPD-Fraktionsvorsitzende Uwe Bretthauer. Und weiter: "Insofern ist die jetzige Ankündigung von Landrat Thorsten Stolz zum Projekt des Kreises ein Vorstoß genau in die Richtung, die wir auch mit unserem beschlossenen Antrag in der Gemeindevertretung verfolgt haben. Der Main-Kinzig-Kreis war Dank der Initiative des damaligen Landrats Erich Pipa und der Ersten Kreisbeigeordneten Susanne Simmler, damals noch als Geschäftsführerin der Breitband GmbH, führend bei der Einführung des Breitbandnetzes und ebenso bei der breitbandigen Verbindung aller Schulen in Trägerschaft des Kreises."

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