Infrastruktur muss erhalten und zeitgemäß ausgebaut werden

Großkrotzenburg
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Die Großkrotzenburger SPD hat ihr Wahlprogramm unter 5 Überschriften gegliedert, die jedoch alle ineinander verwoben sind.

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"Klar ist, dass nicht alle auf die Gemeinde zukommenden Herausforderungen schon jetzt mit Lösungen beschrieben werden können. Das ist für eine fünfjährige Wahlperiode nicht zuverlässig zu machen", so die SPD.

Und weiter: "Großkrotzenburg ist eine relativ kleine Gemeinde mit einer immer schlechter werdenden Infrastruktur. Vorhandene Einrichtungen wurden und werden nicht ausreichend unterhalten, obwohl ausreichend Geld dafür bereitgestellt wurde. So hat der Haupt- und Finanzausschuss in seiner jüngsten Sitzung erfahren, dass Mittel im höheren sechsstelligen Bereich für die Bauunterhaltung nicht vergeben wurden. Deutliche Beispiele dafür sind unsere Gehwege, das Oberwaldstadion und auch das Bürgerhaus. Rechtzeitige Unterhaltung hätte hier dazu geführt, dass heute kein so hoher Nachholbedarf zu finanzieren wäre. Sich von dein Einrichtungen zu trennen, ist sowohl eine Flucht aus der Verantwortung, als auch die Aufgabe des gestalterischen und erhaltenden Willens. Diese Infrastruktur muss aus Sicht der SPD gepflegt und in zeitgemäßem Zustand erhalten werden! Ersatzneubauten sind nicht zu finanzieren. Nach Angaben verschiedener Architekten würde eine neue Versammlungsstätte einen hohen einstelligen Millionenbetrag erfordern, ohne dass hier die notwendige Pacht erzielt werden könnte. Die Kosten müssten also an der Gemeinde getragen werden. Für die Sanierung des Stadiongebäudes mit deutlicher Verkleinerung stehen seit Jahren erhebliche Mittel bereit, ohne dass etwas Nennenswertes passiert ist. Der jetzige Sanierungsansatz sieht beispielsweise, obwohl mit energetischer Sanierung überschrieben, keine Heizungserneuerung beinhaltet. So geht man nicht mit Gemeindevermögen um. Auch sind die vorhandenen Einrichtungen alle noch erhaltungswürdig.

Zu unserer Infrastruktur gehört auch die umweltentlastende Fernwärmeversorgung, die von unseren Gemeindewerken seit Jahren auf- und ausgebaut wurde. Bislang kam die Wärme dafür aus dem Kraftwerk, das jedoch in absehbarer Zeit seinen Betrieb einstellen wird. Die gut aufgestellten Gemeindewerke haben dafür Vorsorge getroffen und auch schon die Öffentlichkeit darüber informiert. Der Mix aus Wärmeerzeugung durch die Sonne, die Nutzung von Erd- und Flusswärme und die ergänzende Erzeugung von Wärme mit einem Holzpelletkraftwerk fußt auf der Nutzung ausschließlich erneuerbarer Energie. Eine Weiterversorgung durch die Fa. Uniper scheidet aufgrund nicht ökonomisch vertretbarer Bedingungen aus, was ja auch die Stadtwerke Hanau ebenfalls zu einer Abkehr von dieser Wärmeerzeugung gebracht hat.

Zur zeitgemäßen Infrastruktur gehören neben Straßen und Wegen, Sportstätten für Kinder und Jugendliche auch eine große Versammlungsstätte wie das Bürgerhaus, Einzelhandel und Geschäfte unserer Gewerbetreibenden, Ver- und Entsorgung in den Bereichen Strom, Wasser, Gas und Abwasser. Wichtig ist jedoch auch ein leistungsfähiges und zeitgemäßes Breitbandnetz. Bereits um den jetzigen Ausbaustand mit einer Geschwindigkeit von 50 Mbit/Sek. beneiden uns viele Landkreise in der Umgebung. Dies war auch zukunftsweisend, als es vor nicht allzu langer Zeit vom Landkreis unter Führung des Landrats Erich Pipa konzipiert wurde. Allerdings hat sich die Welt hier deutlich weiterentwickelt. Homeschooling, Homeoffice, Videokonferenzen, die Nutzung von Streamingdiensten statt dem herkömmlichen Fernsehen und auch das Smart Home erfordern deutliche höhere Leistung, die allein durch die Nutzung von Glasfasernetzen und ergänzend leistungsfähiger Funknetze bereitgestellt werden kann. Hier wurde bereits vor Jahren formell das Marktversagen festgestellt, was erst den Kreis zu seiner Initiative des eigenen Breitbandausbaus berechtigte. Und auch heute ist das angekündigte Vorhaben des Kreises, überall wo möglich die Glasfaser ins Haus zu bringen, in unserer Gemeinde alternativlos! Hier hilft kein Verzagen und Problematisieren, sondern nur das zielgerichtete Vorangehen.

Deshalb lauten die Kernthesen der SPD für die Infrastruktur:

  • Gemeindeeigentum muss laufend mit den vorhandenen Mitteln unterhalten werden!
  • Das Bürgerhaus als letzte große Versammlungsstätte für Bürgerversammlungen Wahlen, Veranstaltungen und Feiern muss erhalten bleiben!
  • Die Fernwärmeversorgung muss unter ökologischen und ökonomischen Aspekten auf neue Füße gestellt und dafür die Natur mit Solarthermie, Wärmepumpen sowie in geringem Umfang Wärmeerzeugung mit natürlichen Brennstoffen genutzt werden.
  • Es reicht nicht, vom schnellen Internet zu sprechen. Die Glasfaseranbindung der einzelnen Häuser muss umgesetzt werden.
  • Umsetzung neuer Mobilitätskonzepte hinsichtlich der eMobilität und auch des Öffentlichen Personennahverkehrs.

Die Bewerberinnen und Bewerber der SPD für die Kommunalwahl sehen es als Herausforderung und auch als wesentlichen Punkt an, diese Ziele gemeinsam, Gemeindevertretung und Bürger*innen, durchaus auch im kritischen Diskurs, zu erarbeiten. Gemeinsam bedeutet für die SPD auch immer die möglichst frühe Einbindung der Bürgerinnen und Bürger in die Diskussionen, denn wir haben nur ein Großkrotzenburg!"

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