Respektloser Umgang: Gemeindemitarbeiter in Großkrotzenburg demonstrieren

Foto: 5vision.media

Großkrotzenburg

Am Dienstagmittag kam es in Großkrotzenburg vor dem Rathaus zu einer Demonstration. Gemeindemitarbeiter aus den verschiedensten Fachbereichen haben sich in ihrer Mittagspause versammelt, um auf den respektlosen und unkollegialen Umgang des Gemeindevorstandes mit den demonstrierenden Gemeindemitarbeitern aufmerksam zu machen. In der jüngsten Vergangenheit soll es zu mehreren Vorfällen in den sozialen Medien gekommen sein.

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In der Ortsgruppe 'Großkrotzenburg an Main' auf Facebook sollen sich Mitglieder der Gemeindevertretung abfällig über die Gemeindemitarbeiter, teils auch direkt über bestimmte Personen, geäußert haben. Zudem soll über die genannte Plattform eine Kündigung ausgesprochen worden sein, über die der betroffenen Mitarbeiter vorher nicht informiert worden sei. Die betroffenen Mitarbeiter sehen sich nach eigener Aussage aufgrund der Facebookgruppe Anfeindungen aus der Bevölkerung ausgesetzt.

Um auf diese Situation aufmerksam zu machen, haben die Mitarbeiter Textauszüge aus genannter Facebookgruppe ausgedruckt und am Rathaus ausgehangen. Dort sind zum Beispiel folgende Sätze zu lesen: "Wenn dort die gleichen Schlafmützen arbeiten wundert mich nix". Ein Fall sorgt vor allem für besonderes Aufsehen in der Gemeinde: Neben unkollegialen Äußerungen der Gemeindevertretung und Anfeindungen aus der Gemeinde wurde ein anonymer Flyer im Ortsgebiet verteilt, auf dem folgender Text abgedruckt wurde: "Wo eine Mitarbeiterin der Gemeinde eine sexuelle Nacht mit dem Mitglied der Gemeindevertretung verbrachte, um die Position des Abteilungsleiter zu bekommen. die Geschichte wiederholt sich..."

Die Demo sollte die Mitglieder der Gemeindevertretung nach ihrer aktuell stattfindenden Tagung überraschen und mit der Lage konfrontieren. Das beschädigte Gemeindewappen vor dem Rathaus würde die Stimmung der Mitarbeitet und die Kollegialität innerhalb der Kommune gut beschreiben.

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