Diese Bananen hatten ausnahmsweise keinen Weg um den halben Erdball hinter sich.
Diese Bananen hatten ausnahmsweise keinen Weg um den halben Erdball hinter sich.

Sie kamen am vergangenen Sonntag gerade mal über den Main. Was tun mit 20 bananengelben Kostümen, die für den Kinderfastnachtszug in Hainburg gedacht waren, der dann doch abgesagt wurde? Zu schade, um im Schrank hängen zu bleiben, meinten die Mitglieder der Fairtrade-Steuerungsgruppe, und fünf von ihnen trafen sich mit einer gleich großen Gruppe aus Großkrotzenburger Fairtrade-Engagierten zu einem Obst-Treffen vor dem dortigen Weltladen.
Knallgelb, kuschelig warm und auf Erwachsenen-Größe dehnbar, so hüllten die Stoffbananen die Aktiven ein. Sie brachten Autofahrer ins Stottern, als sie sich gut gelaunt und mit einem Glas fair gehandeltem Wein in den Händen zuprosteten. Denn das Geschäft mit Bananen aus Ecuador und Kolumbien läuft gut, und so soll es bleiben. Wie auch die Zusammenarbeit zwischen den Weltläden und den Steuerungsgruppen beiderseits des Mains. „Wir haben ein gemeinsames Ziel und wollen die Vernetzung intensivieren“, begründeten der Hainburger Sprecher Harald Schicke und der Koordinator Cliff Hollmann die spontane Aktion. Auch Joachim Kesberg von den Großkrotzenburger Gastgebern bestätigte diese Absicht. Man müsse allerdings abwarten, bis die Corona-Maßnahmen aufgehoben sind.
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