Zurecht wurde unsere Gemeinde 2005 zum Limes-Regional-Zentrum des Main-Kinzig-Kreises ernannt. Am Ufer des Mains in unserer Gemarkung begann der sogenannte " Nasse Limes " Der Pfahlgraben, aus dem Niederwald kommend, wurde am Main unterbrochen und der Fluss bildete nun das Hindernis gegen Eindringlinge. Ab hier ist keine befestigte Palisade mehr nachgewiesen. Doch die Kohorten - Kastelle in Seligenstadt, Niedernberg und Obernburg sicherten auch hier die Reichsgrenze nach Norden. Vermutlich war zu dieser Zeit der Main mit seinen sumpfigen Auen und vielen Nebenarmen auf diesem Abschnitt fast undurchdringlich.

Erst flussaufwärts bei Miltenberg beginnt der " Odenwald-Limes " wieder als gebautes Hindernis mit Wachtürmen und Schutzwall und zieht von hier aus weiter durch Baden-Würtemberg und Bayern bis nach Kehlheim an der Donau. Der Limes war nie eine militärische Verteidigungsanlage, sondern erfüllte die Funktion einer gut bewachten Grenze. Er sollte germanischen Plünderern den Weg in die Provinzen GERMANIA SUPERIOR und RAETIA versperren und vor allen Dingen den Grenzverkehr kanalisieren, sowie die Handelsverbindungen kontrollieren. Die Limesdurchgänge befanden sich wohl immer im Bereich eines Wachturmes oder Kastells.

Somit Sicherheit auch rechtsmainisch in Großkrotzenburg. In der Nähe dieser Zollstationen lagen auch bestimmt die Märkte für den Warenhandel mit den Germanen, denen in der Regel das Betreten der römischen Provinzen verwehrt war. Hatte ein Turmposten einen gegnerischen Trupp entdeckt , so gab er ein vereinbartes Signal an die beiden Nachbartürme weiter. In der Nacht konnte eine geschwenkte Fackel oder ein Feuerkorb diesen Zweck erfüllen. Tagsüber kamen andere Signale in Betracht, beispielsweise Zeichen mit verschieden farbigen Flaggen. Die optischen Zeichen ergänzten vereinbarte Hornsignale. Ihre Mundstücke aus Bronze von Blasinstrumenten sind bei Bodenfunde belegt worden. Die optischen und akustischen Signale liefen nun weiter zu den nächsten Kastellen. Zusätzlich kann ein Meldeläufer oder Reiter, der den Überfall als erster bemerkte die Mannschaften in den Kastellen alarmiert haben, die sogleich ausrückten, um den Gegner abzufangen. Das System des Limes hat viele Jahrzehnte lang vorzüglich funktioniert. Es hat den Grenzprovinzen Sicherheit geboten und eine umwälzende wirtschaftliche und kulturelle Entwicklung gefördert.

Am Sonntag, 09.06.2024, von 14-17 Uhr gibt es reichlich Gelegenheit das römische Erbe Großkrotzenburgs kennen zu lernen. Das Museumsteam gibt gerne Auskunft und freuen sich auf viele kleine und große Besucher.

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