Zwar sind zurzeit nur die Handwerksstuben im Keller und der Römerraum zur Besichtigung frei gegeben.

"Das Hauptanliegen ist daher die Vertiefung der römischen Vergangenheit unserer Heimatgemeinde. Dazu gehört auch der Römerbrunnen in der Nebenstraße, der mehrere tausend Jahre lang Trinkwasser von höchster Qualität lieferte. Nach der Verlegung der Kanalisation in den 1960 er Jahren war der historische Brunnen ausgetrocknet. Nun begann er vor einigen Jahren wieder zaghaft zu plätschern, ein Grund für den Heimat-und Geschichtsverein erneut an seine Erhaltung zu erinnern. Hinter einem schmiedeeisernen Geländer führen Treppenstufen etwa 2 m tief hinab zu einem gemauerten Schacht aus dem ein dünnes Rinnsal in den Boden fliest. Der jetzige Zustand des Brunnens ist leider kein würdiger Rahmen für eine Quelle, an der vor über 2000 Jahren römische Soldaten ihren Durst löschten, Kaufleute im Mittelalter eine Rast einlegten und Großkrotzenburger Hausfrauen Jahrhunderte lang ihre Wäsche wuschen. Noch vor dem ersten Weltkrieg stand hier ein Brunnen mit einem Wassertrog aus Sandstein, an dem die Frauen ihre Leinentücher schruppten und danach auf den Mainwiesen zum Bleichen auslegten. Erst 1917 als der Schacht von Kriegsgefangenen für den heutigen Brunnen ausgehoben wurde, kam die historische Bedeutung  durch Bodenfunde zu Tage. Man fand an dieser Stelle über 50 römische Münzen, vermutliche Opfergaben römischer Legionäre aus dem Großkrotzenburger Kastell. Die Heimatkundler von Geschichtsverein glauben allerdings, dass die Römer, die um das Jahr 100 n.Chr. in unseren Ort kamen den Brunnen bei ihrer Ankunft schon vorfanden, denn die Gemarkung ist nachweislich seit 7000 Jahren besiedelt. Die gefundenen römischen Münzen sind allerdings die ältesten Spuren, die auf eine Quelle hindeuten. Erzählungen berichten davon, dass das Römerbrunnenwasser von ausgezeichneter Qualität und gutem Geschmack war. Besonders in den heißen Sommermonaten wurde mit Krügen der erfrischende Trank nach Hause geholt. Laut Heimatkundler Willi Euler, soll es sogar Großkrotzenburger Mädchen gegeben habe, die ihren Hanauer Dienstherren täglich eine Kanne Römerbrunnenwasser mitbringen mussten. Das Wasser, welches ab und zu aus dem Schacht rinnt ist heute nicht mehr genießbar, denn vermutlich durch den Kanalbau hat sich die Fließrichtung des Grundwassers geändert. Trotzdem hofft der Geschichtsverein, dass der Römerbrunnen als historisches Kulturgut erhalten bleibt und gewürdigt wird", heißt es aus dem Museum.

 


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